Wenn ein Einkommen nicht reicht: Immer mehr Deutsche haben Nebenjob

  1. Lohn / Gehalt
  2. Tarifeverzeichnis



Rund 14 Prozent der Berufstätigen haben einen bezahlten Nebenjob, denn nur ein knappes Drittel der Deutschen kommt mit dem Einkommen aus.

Lohnabrechnung
© garteneidechse - Fotolia
Nach den Ergebnissen einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrage der Postbank gehen rund 14 Prozent der Berufstätigen einer bezahlten Nebentätigkeit nach, doch während sich nur die Hälfte damit Luxusbedürfnisse erfüllt, ist, die andere Hälfte zwingend auf die Verbesserung des Einkommens angewiesen.

Finanzielle Situation der Deutschen schlecht
Die finanzielle Lage der Bundesbürger sieht nicht besonders positiv aus, lediglich 30 Prozent der Deutschen gibt an, mit ihrem Einkommen auszukommen. Bei 36 Prozent ist die Finanzierung des Lebensunterhaltes problematisch oder man muss sich zumindest finanziell einschränken und ein weiteres Drittel benötigt die Unterstützung des Lebenspartners oder der Familie.

Neue Bundesländer besonders betroffen
Während "nur" 19 Prozent der Westbürger sich finanziell einschränken müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sind es in Ostdeutschland 37 Prozent. Tobias Wolf von der Postbank erklärt, dass viele Westdeutsche einen Nebenjob annehmen, um das fehlende Einkommen auszugleichen, Ostdeutsche hingegen eher Abstriche im Konsumverhalten machen. Während im Osten lediglich sieben Prozent eine bezahlte Nebentätigkeit ausüben, liegt der Anteil laut Umfrage in Westdeutschland mit 14 Prozent doppelt so hoch.

Pflichten beim Nebenjob
Für einen weiteren Job neben seiner Haupttätigkeit muss der Arbeitnehmer die Genehmigung seines Chefs einholen. In der Regel hat der Arbeitgeber laut Arbeitsvertrag das letzte Wort bei der Wahl der Nebentätigkeit, in einigen Fällen ist ein Zweitjob sogar völlig ausgeschlossen. Tobias Wolf erklärt, dass die Gesamtarbeitszeit im Haupt- und Nebenjob in der Regel 48 Wochenstunden nicht überschreiten darf. Der Arbeitnehmer kann bis zu 400 Euro neben seinem Hauptbeschäftigungsverhältnis im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung steuerfrei hinzuverdienen, die Sozialabgaben tragt allein der Arbeitgeber.

Nur ein steuerfreier Minijob
Der Postbankexperte erklärt, dass lediglich ein Nebenjob steuerfrei ausgeübt werden kann, für einen weiteren Minijob wird eine zweite Steuerkarte benötigt. Der zusätzliche Verdienst wird dann mit dem Einkommen aus dem Hauptberuf zusammengerechnet und versteuert und darauf werden Sozialversicherungsbeiträge erhoben. Lediglich die Arbeitslosenversicherung entfällt für den zweiten Nebenerwerb.
Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren: