Altersvorsorge: Frühzeitig mit niedrigen Beiträgen vorsorgen

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Um eine ausreichende Altersabsicherung zu erhalten muss privat vorgesorgt werden, ein früher Start der Vorsorge sichert geringe Beiträge

Geld
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Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag der Postbank ergab, dass obwohl die 16- bis 29-jährigen Berufstätigen in Deutschland monatlich bereits durchschnittlich 117 Euro in ihre private Altersvorsorge investieren, sie eine monatliche Einzahlung von 154 Euro zur Sicherung des Lebenstandards im Alter für erforderlich halten. Lediglich 20 Prozent dieser unter 30-Jährigen rechnen mit einem Ruhestand ohne finanzielle Sorgen. Stefan Weinert von der Postbank rechnet vor, dass heute ein 25-jähriger Mann mit einem Bruttoeinkommen von monatlich 2.800 Euro mindestens rund 130 Euro im Monat in eine private Altersversorge investieren muss, um mit 67 Jahren eine Gesamtversorgung aus gesetzlicher und privater Zusatzrente in Höhe von 2.000 Euro zu gewährleisten. Weinert rät jungen Menschen möglichst früh mit der privaten Vorsorge zu beginnen, auch wenn das Rentenalter noch in weiter Ferne liege. Dank Zins und Zinseszins könnten auch vergleichsweise kleine monatliche Beiträge eine solide Absicherung im Alter gewährleisten.

Staat belohnt Vorsorge
Die privaten Sparer unterhalten Unterstützung vom Staat: Die Einzahlung von jährlich vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens in einen Riester-Vertrag, wird mit 154 Euro Zulage belohnt. Berufsstarter, die noch kein Gehalt verdient haben, müssen 60 Euro sparen, um die Förderzulage zu erhalten. Unter 25-Jährige werden für den Abschluss des Vertrags mit einem Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro belohnt und Kindergeldbezieher erhalten weitere 185 Euro pro Kind. Für Kinder, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, beträgt die Zulage sogar 300 Euro pro Jahr.

Viele Anlagemöglichkeiten
Es gibt viele Möglichkeiten eine Förderung nach Riester anzulegen, gefördert werden Bank- und Fondspläne, die klassischen Rentenversicherung, fondsgebundene Rentenversicherungen, Pensionskassen und -fonds sowie Direktversicherungen. Das Risiko für junge Menschen reduziert sich bei renditestarken Anlageformen wie Fonds, erklärt Stefan Weinert, durch die lange Zeit bis zum Renteneintritt können Durststrecken an den Aktienmärkten überstanden werden.
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