Vollzeitstellen werden bei Kleinbetrieben zunehmend durch Minijobs ersetzt

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Eine Studie ergibt, dass vor allem kleinere Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe reguläre Anstellungen durch Minijobs ersetzt werden.

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bringt es ans Licht: Immer mehr reguläre Anstellungsverhältnisse werden durch Minijobs ersetzt. Betroffen von dieser Entwicklung sind vor allem kleinere Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe, doch auch im Einzelhandel, im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gibt es laut Studie Indizien für den Wegfall von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen durch Minijobs. Besonders bei Kleinbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern ist diese Entwicklung zu beobachten.

Größere Betriebe seltener betroffen
Bei größeren Betrieben mit bis zu 99 Beschäftigten fallen der Studie zufolge weniger sozialversicherungspflichtige Anstellungen zugunsten von Minijobs weg, bei Betrieben mit mehr als hundert Beschäftigten ergänzten sich beide Formen der Beschäftigung sogar eher: Bei einer Zunahme von Minijobs sei teilweise auch ein Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse zu verzeichnen, heißt es.

Minijobs flexibler
Mit langen Öffnungszeiten, Kundenorientierung und teilweise stark schwankender Nachfrage wird der Vormarsch der Minijobs besonders im Dienstleistungsbereich von den Autoren der Studie erklärt. Viele kleine Beschäftigungsverhältnisse könnten den Bedürfnissen durch längere Öffnungszeiten im Einzelhandel oder durch ein hohes Gästeaufkommen in der Gastronomie eher gerecht werden, erklären die Arbeitsmarktforscher des bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) angesiedelten Instituts diese Entwicklung.

Über sieben Millionen Minijobber
Derzeit gibt es laut BA-Statistik mehr als 7,4 Millionen Minijobs, bei rund 2,5 Millionen handelt es sich um einen Nebenjob. Beschäftigungsverhältnisse mit einem Monatsgehalt von bis zu 400 Euro (ab nächstem Jahr 450 Euro) werden als Minijob bezeichnet; bis zu dieser Gehaltsgrenze sind die Erwerbstätigen von Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung befreit.
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