Teure Warteschleifen bei Hotlines vor dem Aus

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Mit einer ergänzenden Regelung markiert der Gesetzgeber im kommenden Jahr das Ende kostenintensiver Warteschleifen beim Anruf von Sonderrufnummern.

Telefonberatung
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Als Warteschleife gilt der Zeitraum ab Rufaufbau bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Anrufer beraten wird - persönlich oder automatisiert. Bald kommt das langersehnte Aus für teure Warteschleifen wie beispielsweise Servicehotlines. Nicht selten wurden Anrufer dort minutenlang geparkt und mussten nur für das Warten mitunter hohe Kosten hinnehmen. Künftig muss nur dann bei Sonderrufnummern (0900/0180) gezahlt werden, wenn das Anliegen tatsächlich bearbeitet wird.

Seit September Abrechnung pro Minute
Seit September dieses Jahres gilt bereits die Regelung, dass beim Anruf von Sonderrufnummern (0900/0180), die im Minutentakt abgerechnet werden, zumindest die beiden ersten Minuten kostenfrei sein müssen.

Ab Juni kostenfreie Wartezeit
Ab 1. Juni 2013 greift die weitergehende Regelung, dass die Wartezeit bei Sonderrufnummern mit Abrechnung im Minutentakt gänzlich kostenfrei sein muss. Auch wenn ein Telefonat weitergeleitet wird, darf dafür keine Gebühr berechnet werden. Beide Regelungen gelten sowohl für Anrufe aus dem Festnetz oder vom Mobiltelefon.

Ausnahmen und Informationspflicht
Ausgenommen von den Neuregelungen sind sogenannte ortsgebundene Rufnummern (z. B.030 für Berlin), Rufnummern, die diesen gleichgestellt sind (beispielsweise die 115 für die Behördenauskunft), Mobilfunknummern (z. B. 0177), komplett kostenfreie 0800er-Rufnummern und zuletzt Rufnummern, die an einen Festpreis gebunden sind (Z. B. 20 Cent pro Anruf).

Wer Telefonservice zum Festpreis anbietet, muss seinen Anrufer zu Beginn der ersten Warteschleife genau über die Dauer der Warteschleife und die entstehenden Kosten informieren. Auch Unternehmen, die eine kostenfreie Warteschleife vorhalten, sind hierzu verpflichtet. Verstöße gegen diese Vorschriften sind mit Bußgeld bedroht. Außerdem ist der Anrufer nach Ablauf der Übergangsfristen von einer Zahlpflicht befreit.
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