Studie zeigt Milliardenverluste bei deutscher Altersvorsorge

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Das desaströse Ergebnis einer Studie hinsichtlich Altersvorsorge- und andere Finanzprodukten, lässt die Grünen strengere Regulierungen und einen Finanzmarktwächter fordern.

Altersarmut
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Einer Studie im Auftrag der Bundestagsfraktion die Grünen ergab, dass Verbraucher pro Jahr etwa 50 Milliarden Euro zu viel für Produkte der privaten Altersvorsorge und andere Finanzprodukte zahlen. Als Konsequenz fordert die Partei einen Finanzmarktwächter

Studie wirft schlechtes Licht auf die Finanzbranche
Die erst kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Bamberg hat Altersvorsorgeprodukte untersucht und bewertet - mit erschreckenden Ergebnissen. Sowohl die „Ruhr Nachrichten“ im Raum Dortmund als auch der Hessische Rundfunkt zitierten aus ihr und machten schlechte Beratung, mangelnde Kundenorientierung und das Fehlen wirksamer Verbraucherschutzregeln für das desaströse Fazit verantwortlich.

Demnach zahlen Verbraucher jedes Jahr ca. 50 Milliarden Euro zu viel. Die Folge: nachteilige Kapitallebens- und private Rentenversicherungen, außerdem ineffiziente Riester-Verträge. Schließlich müssten noch Schäden durch andere Finanzdienstleistungen hinzuaddiert werden, die zum Nachteil der Verbraucher keinen strengen Regeln unterliegen.

Finanzmarktwächter
Nicole Maisch, Abgeordnete der Grünen, forderte als Konsequenz einen Finanzmarktwächter. Angesiedelt bei den Verbraucherzentralen könnte seine Aufgabe in der systematischen Beobachtung der Finanzmärkte im Verbraucherinteresse bestehen. Zudem sollte er verantwortlich für die Auswertung der Verbraucherberatung zeichnen und mit dem Recht ausgestattet sein, die Finanzdienstleistungsaufsicht anzurufen, so Maisch in einem Interview.
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