100 Euro Betreuungsgeld kommt ab August 2013

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Das umstrittende Betreuungsgeld wird ab 01. August 2013 eingeführt, Anstragsteller können mit 100 Euro mehr in der Tasche rechnen.

Umstritten und heiß diskutiert, aber es kommt erst einmal im August 2013: Das Betreuungsgeld.
Im Volksmund als "Herdprämie" tituliert, erhalten diejenigen Eltern einen staatlichen Zuschuss, die den gesetzlich formulierten Anspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind nicht in Anspruch nehmen, sondern ihren Nachwuchs selbst betreuen oder betreuen lassen.

Betreuungsgeld: Für wen, wie viel und wie lange?
Wer sein Kind zwischen dem 15. und 36. Lebensmonat anstatt in einer Kindertagesstätte oder bei einer öffentlich geförderten Tagesmutter privat betreut, kann künftig Betreuungsgeld erhalten. Es wird längstens 22 Monate lang für jedes Kind gezahlt, das ab dem Stichtag 1. August 2012 geboren wurde.

Dabei müssen die Eltern ihr Kind nicht zwingend selbst privat daheim betreuen. Auch die Betreuung durch Großeltern, Bekannte, Au-Pair oder eine private Tagesmutter wird künftig bezuschusst.

Als Betreuungsgeld werden ab dem 1. August 2013 zunächst 100 €, ab dem 1. August 2014 dann 150 € gezahlt. Eine Aufstockung um weitere 15 € ist für den Fall geplant, dass das Geld in das sogenannte Bildungssparen oder in die private Altersvorsorge investiert, also keine direkte Auszahlung erfolgt.

Experten der ARAG geben zu bedenken, die Voraussetzung unbedingt im Vorfeld zu klären. Die Vorsorgeleistungen ist nämlich an die Bedingung geknüpft, dass das Kapital für mindestens 12 Jahre festgelegt wird. Eltern müssen folglich insgesamt über 10 Jahre in Vorschussleistung treten. Ein noch zu verabschiedendes, separates Gesetz soll konkrete Regelungen zu den Vorsorgeleistungen beinhalten.

Antragsform und Hartz-IV-Regelung
Auch das Betreuungsgeld ist eine staatliche Leistung, die der Antragsform bedarf. Die Elterngeldkasse der jeweiligen Kommune wird jeweils zuständig sein.

Anspruch auf Betreuungsgeld haben auch Empfänger von ALG II. Eine Barauszahlung des Betrages lohnt sich für sie allerdings insofern nicht, als der Betrag als Zusatzeinkommen angerechnet wird. Für sie kommt eher die Vorsorgevariante zu in Frage. Inwiefern diese dann angesichts der Laufzeit überhaupt umsetzbar ist, bleibt abzuwarten. Bei Riester-Verträgen bedarf es überdies eines zusätzlichen Eigenbeitrages.



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