Privatüberschuldung 2011 zumeist in Arbeitslosigkeit begründet

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Laut Statistik gibt es einen signifikanten ursächlichen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und privater Überschuldung. Der Schuldenberg wächst allerdings im Alter.

Geld
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Jüngst veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden für das Jahr 2011 ergeben einen signifikanten Kausalzusammenhang von Überschuldungssituationen bei Privatpersonen mit Arbeitslosigkeit.

Schuldenberg stiegt mit dem Alter
Der Durchschnittswert zum Zeitpunkt der Konsultation einer Schuldnerberatungsstelle lag bei 35.000 Euro Schulden. Davon entfielen allein 56 % auf Kreditinstitute, jeweils weitere 10 % auf Inkassobüros und öffentliche Gläubiger. In der Altersgruppe U25 wurde bereits bei durchschnittlich 7.700 Euro Beratung erbeten. Hier überstiegen die Schulden bei Telefongesellschaften mit 19 % knapp diejenigen bei Kreditinstituten (18 %). Mit dem Alter stieg außerdem der Schuldenberg. In der Altersgruppe Ü65 wurden im Schnitt mehr als 54.100 Euro angehäuft.

Andere relevante Faktoren: Trennung, Scheidung, Tod und Krankheit
Neben den 27 % der von Schuldnerberatungsstellen betreuten Personen, die Arbeitslosigkeit in die Überschuldung trieb, gab es andere relevante Faktoren. So waren 14 % auf Ereignisse wie Trennung oder Scheidung vom Partner respektive dessen Tod zurückzuführen, 12 % auf eine Erkrankung, Sucht oder einen Unfall. Weitere 11 % überschuldeten sich infolge unwirtschaftlicher Haushaltsführung (11 %) und gescheiterter Selbstständigkeit (8 %).

Noch unter 25 Jahren waren 8 % der beratenen Personen, die sich überdurchschnittlich häufig (21 %) durch unwirtschaftliche Haushaltsführung in finanzielle Not manövriert hatten. Allerdings war auch in dieser Altersgruppe die Arbeitslosigkeit (29 %) der maßgebliche Faktor.

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