Staat nimmt weniger Steuer auf Zigaretten ein

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Steuererhöhungen führten 2012 letztlich zu 1 %-igen Mindereinnahmen und der niedrigsten versteuerten Jahresmenge an Zigaretten seit der Wiedervereinigung.

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden sind im vergangenen Jahr so wenig Zigaretten versteuert worden, wie nie seit der Wiedervereinigung.

Einzig der Absatz von Pfeifentabak nahm zu
Die Tabaksteuer wurde zum 1. Januar 2012 erhöht, und zwar auf alle Tabakerzeugnisse außer Pfeifentabak. So verwundert es auch nicht, dass in Deutschland 2012 die niedrigste Jahresmenge seit der Wiedervereinigung versteuert wurde. In Zahlen waren dies 82,4 Milliarden Zigaretten.

Im Vergleich zu 2011 ist dies ein Rückgang um 5,9 %. Es wurden außerdem weniger Zigarren und Zigarillos (– 10,0 % gegenüber 2011) und Feinschnitt (– 0,4 %) versteuert. Einzig der Absatz von Pfeifentabak stieg im Vorjahresvergleich um 12,4 %.

Um 248 Millionen Euro reduziertes Steuervolumen
Summa summarum wurden 2012 Tabakwaren mit einem Verkaufswert von 24,3 Milliarden Euro versteuert. Aus diesem sogenannten Kleinverkaufswert, d. h. dem Verkaufswert im Handel, wurden 248 Millionen Euro generiert. Dieser Betrag ergibt sich aus dem Steuerzeichenbezug von Herstellern und Händlern nach Abzug von Steuererstattungen für zurückgegebene Banderolen (Nettobezug).

Vergleicht man die Werte mit den Zahlen für das Jahr 2011, ergibt sich ein Minus in Höhe von 1 %. Weitere Steuererhöhungen für Zigaretten und Feinschnitt geben wird es noch bis zum Jahr 2015 immer zum neuen Jahr geben.
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