Tagesgeld ist bevorzugte Geldanlage der Deutschen

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Der Favorit der Privatanleger ist die Geldanlage in Tagesgeld, rückläufig sind dagegen Geldanlagen in Sparbriefe und Termingelder.

Tagesgeld ist der Favorit der Privatanleger in Deutschland, dagegen werden immer weniger Geldanlagen in Sparbriefe und Termingelder getätigt.

Tagesgeld wird von den Privatanlegern in Deutschland als Geldanlage bevorzugt, immer weniger Anleger entscheiden sich dagegen für Sparbriefe oder Termingelder. Dies geht aus der Pressenotiz der Deutschen Bundesbank vom 28.01.2013 hervor.

Festgeldanlagen über längere Zeiträume verzeichneten einen Rückgang von ca. 8 Milliarden Euro im dritten Quartal 2012. Für den Mittelabfluss ist die vergleichsweise geringe Verzinsung auch bei längeren Laufzeiten verantwortlich. Nachdem es mittlerweile kaum noch Unterschiede zwischen den Zinsen für Festgeld und Tagesgeld gibt, scheinen sich die Kapitalanleger auf die Anlage in Tagesgeld zu konzentrieren, um das Geldvermögen dort zu parken, bis die Zinsen wieder einen Aufschwung erfahren.

Mittelzufluss von ca. 28 Milliarden Euro beim Tagesgeld
Die Geldanlagevariante Tagesgeld konnte trotz der teilweise negativen Rendite, wenn die Inflationsrate einkalkuliert wird, einen deutlichen Aufschwung mit einem Mittelzufluss von ca. 28 Milliarden Euro verbuchen. Dagegen wurde bei Geldmarktpapieren und Anleihen ein Mittelabfluss von 5 Milliarden Euro verzeichnet, der sich damit seit dem zweiten Quartal 2012 verdoppelte.

Finanzkrise und historischer Zinstiefstand geben Tagesgeld Auftrieb:
Aufgrund der europäischen Finanzkrise und des historisch tiefen Zinsniveaus stehen bei den Anlegern Geldanlagen im Fokus, die ständige Liquidität bieten und dennoch einen Zinssatz bieten, der ähnlich einer Festanlage über zwei Jahre ist. Durch die tägliche Verfügbarkeit des Kapitals auf einem Tagesgeldkonto können sich die Anleger sofort bei einem Wandel des Trends am Kapitalmarkt kurzfristig für attraktivere Geldanlagevarianten entscheiden. Im Hinblick auf das Verhältnis von Rendite und die Dauer der Zinsbindung können Festgeldanlagen nicht punkten.

Bei dem verzeichneten Rückkauf von Investmentanteilen von ca. 1 Milliarde Euro liegt die Ursache hauptsächlich in der Rücknahme von Immobilienfonds. Auch hier profitierte die Tagesgeldanlage von den Verschiebungen. Begünstigt wurde dieser Trend bei den Immobilienfonds durch die vom Handel ausgesetzten Fonds und denen, die sich in Abwicklung befinden, wodurch die Anleger entsprechend verunsichert wurden.

Aktien: Einfluss auf positive Entwicklung des Geldvermögens der Deutschen
Im dritten Quartal 2012 verzeichnete das Geldvermögen der Bundesbürger einen leichten Anstieg um 1,3 Prozent. Dazu trug die Kursentwicklung am deutschen Aktienmarkt einen deutlichen Anteil bei. Die Wertschöpfung aufgrund von Kursgewinnen nahm mit rund 33 Milliarden Euro rund 50 Prozent des Anstiegs ein. Der Anteil von 0,3 Milliarden Euro per saldo durch den Aktienverkauf war dazu im Vergleich gering. Aktienbesitzer, deren Aktien sich während des Berichtszeitraums überproportional steigern konnten und deren Bewertungsgewinne das Allgemeinbild mitprägten, konnten entsprechend hohe Gewinne generieren.

Leichter Verschuldungsanstieg im Berichtszeitraum:
Zwar wurde im Berichtszeitraum ein leichter Anstieg der Verschuldung verzeichnet, dieser signalisiert jedoch auch eine positive Entwicklung. Darlehen für wohnwirtschaftliche Nutzung nahmen den hauptsächlichen Anteil an der Darlehensaufnahmen von 6 Milliarden Euro ein. Die Basis für diesen Sachverhalt bilden die zunehmenden Anzahl der Baugenehmigungen sowie die Umsatzsteigerungen im Immobiliensektor.
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