Neuer Führerschein läuft nach 15 Jahren ab

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Mit der EU-weiten Vereinheitlichung wird der Führerschein in Zukunft befristet und gleichzeitig folgen weitere Änderungen.

Der Führerschein wird künftig innerhalb der EU vereinheitlicht, damit erfolgen einige Änderungen, unter anderem auch die Befristung der Fahrerlaubnis.

Mit der Vereinheitlichung des Führerscheins auf EU-Ebene treten einige Änderungen der Fahrerlaubnis in Kraft, unter anderem wird der Führerschein künftig befristet und damit verabschiedet sich das einzige Dokument, das bisher lebenslang Gültigkeit hatte. Die Experten der ARAG erklären die Änderungen der Fahrerlaubnisklassen etc. nach der nun gültigen Führerscheinrichtlinie.

Befristung für den Führerschein:
Alle bisherigen Führerscheinformate haben zum Ende der Übergangsfrist für Altführerscheinbesitzer ausgedient, diese endet jedoch erst am 19. Januar 2033. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte der bisherige Führerschein gegen eine neue Fahrerlaubnis ausgetauscht werden, für die dann eine Befristung von 15 Jahren gilt. Für Fahranfänger, die ihren Führerschein nach dem 19.01.2013 erwerben oder erworben haben, gilt die Befristung ebenfalls. Laut Erklärung der Experten der ARAG soll die Befristung die Fälschungssicherheit erhöhen.

Befristungen für PKW-Fahrer kein Problem:
Für PKW-Fahrer ist die Befristung mit keinerlei Problemen verbunden, die Fahrerlaubnis wird nach Ablauf der Frist anstandslos ausgetauscht. Anders sieht die Situation der Berufskraftfahrer aus, für die mit Führerscheinerwerb ab 1999 bereits unterschiedliche Befristungen je nach Führerscheinklasse gelten. LKW- und Bus-Fahrer müssen mit Ablauf der Frist den Führerschein jeweils neu beantragen. Zudem ist künftig ein Nachweis über einen Sehtest zum Erwerb eines LKW-Führerscheins vorausgesetzt. Berufskraftfahrer bestimmter Klassen müssen zudem ab dem 50. Lebensjahr ein umfangreiches ärztliches Gutachten vorlegen, damit die Fahrerlaubnis verlängert wird.

Fahrerlaubnisklassen:
Die Änderungen der Fahrerlaubnisklassen wirken sich kaum auf Pkw-Fahrer aus, zudem sind Alr-Führerscheinbesitzer von den neuen Begrenzungen nicht betroffen. Daher dürfen Autofahrer mit der alten Führerscheinklasse 3 bei einem Ausstellungsdatum vor 1999 auch künftig Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren, in der entsprechenden neuen Führerscheinklasse B ist dies auf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen begrenzt. Dasselbe gilt auch beim Fahren von Großrollern oder Trikes, für die Führerscheinneulinge einen extra Motorradführerschein machen müssen. Die entsprechenden Zusatzschlüssel werden beim Austausch des Führerscheins ohne Prüfung übertragen.

Bei den Führerscheinklassen AM, A1, A2 und A gibt es die meisten Änderungen, daher sind Motorradfahrer am meisten betroffen. Mit der neuen Führerscheinrichtlinie wird aus der bisherigen Fahrerlaubnisklasse „A beschränkt“ künftig A2. Altführerscheinbesitzer werden nach zwei Jahren automatisch in Klasse A eingestuft und dürfen jede Art von Zweirad fahren. Diejenigen, die die Führerscheinklasse A2 neu erwerben, müssen zur Umstellung auf Klasse A nach zwei Jahren eine praktische Prüfung ablegen.
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