Mehr Geld für Angestellte im öffentlichen Dienst

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Der erste großen Tarifabschluss des Jahres 2013 hat Signalwirkung. Die Reallöhne der Angestellten im öffentlichen Dienst steigen um 5,6 %.

Bürokauffrau
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Im öffentlichen Dienst freuen sich die etwa 800.000 Angestellten der Länder über eine Lohnerhöhung von insgesamt 5,6 %. Dieser erste Tarifabschluss des Jahres schürt Hoffnungen im Hinblick auf anstehende Verhandlungen anderer Branchen. Allein - im Streit um Lehrer-Gehälter ist noch kein Ende in Sicht.

Kompromiss erreicht - nach Jahren der Zurückhaltung
Von der guten konjunkturellen Lage mit steigenden Steuereinnahmen sollen nach Jahren der Zurückhaltung nun auch die Arbeitnehmer profitieren. Schließlich steht ihnen ein monetärer Ausgleich jenseits der Inflationsrate zu. In zwei Schritten werden daher die Gehälter der Angestellten im öffentlichen Dienst angehoben werden. Ebenso freuen sich die Angestellten von Bund und Kommunen, die 2012 und 2013 insgesamt 6,3 % mehr Lohn erhalten.

Wird der aktuelle Kompromiss als grundsätzlich maßvoll bewertet, bedeutet er doch für finanzschwächere Länder nicht unerhebliche Anstrengungen. Werden das vergleichsweise wohlhabende Bayern und Baden-Württemberg kaum Probleme mit der Umsetzung haben, muss das von Haushaltslöchern geplagte Niedersachsen im Jahr 2014 um die 100 Millionen Euro zusätzlich aufbringen.

Dennoch kommt dem Tarifabschluss eine Signalwirkung zu. Fraglich bleibt, wie holprig der Weg bis zur Einigung für die Beamten noch werden wird. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) droht aktuell mit Streiks angesichts der Weigerung der Länder zur Unterzeichnung eines bundesweit einheitlichen Tarifvertrags für die 200.000 angestellten Lehrer. Kritiker halten dies für überzogen und befürchten negative Auswirkungen zulasten der Schüler.
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