SPD fordert Stärkung des Arbeitsschutzes

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Angesichts zunehmender Anzahl Fehltage infolge psychischer Störungen fordert die SPD die Bundesregierung unter anderem zum Erlass einer Anti-Stress-Verordnung auf.

Bürokauffrau
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In der heutigen Arbeitswelt sind Beschäftigte zunehmenden Belastungen ausgesetzt: Verdichtung der Arbeit, steigende Arbeitszeiten, immer mehr Schicht-, Abend- und Nachtarbeit sowie weitere Anforderungen. All dies erhöhe sowohl den physischen, als auch den psychischen Druck. In Ihrem Antrag (17/12818) fordern die Sozialdemokraten die Bundesregierung zu angemessenem politischen Handeln auf.

22,5 Ausfalltage sprechen eine deutliche Sprache
In ihrem Antrag führt die SPD aus, dass sich die Anzahl Fehltage infolge psychischer Störungen im Jahr 2011 auf insgesamt 22,5 Ausfalltage pro Fall summiert habe. Im Vergleich zu anderen Krankheitsursachen das Zweifache an Fehltagen. Gleichzeitig erhöhten Arbeitgeber den psychosozialen Druck auf ihre Arbeitnehmer.

Arbeitsschutz und Anti-Stress-Verordnung könnten gegensteuern
Der gesetzliche Rahmen reiche im Hinblick auf Arbeits- und Gesundheitsschutzes längst nicht mehr aus. Die Bedeutung der Gefährdung durch psychische Belastungen werde nicht angemessen widergespiegelt. Hinzu komme nach Meinung der Sozialdemokraten praktische Umsetzungsdefizite in den gesetzlich geregelten Bereichen

Daher bedürfe es ergänzender gesetzlicher Maßnahmen zur Umsetzung des Arbeitsschutzes. Die SPD favorisiert den Erlass einer Verordnung zum Schutz vor Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit („Anti-Stress-Verordnung“), eine Regelungslücke im Arbeits- und Gesundheitsschutz schließen könne. Zusätzlich seien konkrete Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit der Beschäftigten in den deutschen Betrieben und Unternehmen dringend angezeigt.
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