Schlechte Bankberatung bei Zertifikaten und Investmentfonds

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Banken und Sparkassen umgehen bei Wertpapiergeschäften ihre Transparenzpflicht. Verbraucherschützer fordern Verbesserungen für die Kunden.

Die Initiative Finanzmarktwächter befragte anlässlich des Weltverbrauchertages 126 Kreditinstitute über ihre Praxis im Bereich Wertpapiergeschäfte. Es wurde hinterfragt wann Wertpapiergeschäfte als Festpreis- oder Kommissionsgeschäft durchgeführt werden und somit eine andere Handhabung bei der Beratung bedürfen. Leider beteiligten sich lediglich 20 Prozent der befragten Banken und Sparkassen an der Befragung.

Transparenzpflicht ignoriert
Aus den Rückläufern der Aktion kann entnommen werden, dass vor allem Zertifikate und Investmentfonds zum Festpreis verkauft werden. Mit diesen Verkäufen können die Kreditinstitute ihren Kunden Fondsanteile aus dem Eigenbestand veräußern. Der Aufschlag, der im Preis der Fondsanteile enthalten ist, muss allerdings vom Verkäufer nicht offen gelegt werden, da es sich nicht um eine Provision handelt. Damit umgehen die Geldinstitute die Transparenzpflicht und vernachlässigen ihre Informationspflicht. Bei Kommissionsgeschäften muss die Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis dem Kunden offengelegt werden, da diese als Provision gilt.

Besseren Schutz für die Verbraucher
Verbraucherschützer wollen nun durch den Einsatz eines Finanzmarktwächters den Schutz des Kunden verbessern. Gerd Billen, Vorstandsmitglied des Verbraucherzentrale Bundesverband, will den Verbrauchern Verluste in Millionenhöhe ersparen. Er fordert vom Gesetzgeber diese Aufklärungslücken zu schließen, und bei Festpreisgeschäften die gleichen Regeln anzuwenden.

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