Deutsche investieren aus Angst vor Inflation in Werthaltiges

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Die Deutschen investieren deutlich mehr in größere Neuanschaffungen von Werthaltigem, die Gründe sind laut IPSOS-Umfrage Angst vor einer Inflation und die niedrigen Zinsen.

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Aufgrund der Angst vor einer Inflation und der niedrigen Zinsen investieren die Deutschen vermehrt in größere Neuanschaffungen von Werthaltigem, dies verdeutlicht eine IPSOS-Umfrage.

Einer IPSOS-Umfrage im Auftrag der CreditPlus Bank zufolge, beabsichtigen die privaten Haushalte in Deutschland, mehr in größere Neuanschaffungen zu investieren, weil die Angst vor einer Inflation wächst und aufgrund des niedrigen Zinsniveaus. Selbst wenn die Deutschen nicht mehr Mittel zur Verfügung haben als zuvor, wächst demnach die Bereitschaft zum Konsumieren von Werthaltigem. Dies wird zudem mit dem CreditPlus-Branchenindex verdeutlicht, der im Februar 2013 mit 107 einen neuen Höchstwert seit Beginn der Messungen 2006 aufwies.

Mehr und teurere Anschaffungen aufgrund der Euro-Krise:
Die Buchung einer größeren Reise nimmt laut der IPSOS-Studie die erste Stelle bei den Verbrauchern ein. Auf Platz zwei der geplanten Anschaffungen liegen Möbel und auf Platz drei ein teures Elektrogerät. Ein Auto oder Motorrad wollen sich dagegen weniger Verbraucher anschaffen.

Konsum unabhängig von den verfügbaren Mitteln
Im Rahmen der Studie wurde zwischen vier Bereichen differenziert. Der Anteil der Sparer mit Konsummöglichkeiten legte im Vergleich zum September 2012 um 5 % zu und stieg auf 35 %. Keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr wurden beim Anteil der Konsumenten mit eingeschränkten finanziellen Mitteln festgestellt, dieser blieb bei 41 %. Um jeweils 4 % rückläufig waren dagegen die Anteile der Konsumfernen mit 8 % und der uneingeschränkten Konsumenten mit 15 %. Dies bedeutet, dass die Mehrzahl der Verbraucher den Konsum bevorzugt unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten.

Deutsche haben mehr Geld für kurzfristige Ausgaben
Derzeit können 25 % der Umfrageteilnehmer kurzfristig auf 2.500 € zurückgreifen. Bei den Männern liegt dieser Anteil bei 30 % und bei den Frauen bei 20 %. 31 % der älteren Bürger können auf diese Summe spontan zugreifen und 11 % der jüngeren Befragten. Zwischen den Einkommensklassen sind die Differenzen größer, von den Besserverdienende können fast 50 % spontan über 2.500 € verfügen, von den Geringverdienern nur 10 %.

Differenzierung nach einzelnen Gruppen

Von den Verbrauchern mit einem Haushaltsnettoeinkommen bis zu 2.499 € sind 61 % besonders kauffreudig, von den Jugendlichen, Frauen, Ostdeutschen und von Verbrauchern ohne Abitur 60 %. Interessant ist dabei, dass Verbraucher mit hohem Einkommen beim Konsum eher zurückhaltend sind. Nur 48 % der Verbraucher über 55 Jahre haben Konsumlust, bei Jugendlichen unter 21 Jahren sind es 67 %.

Selbsteinschätzung der wirtschaftlichen Situation
Die Selbsteinschätzung der wirtschaftlichen Situation steht in Relation zur Demografie. Zwischen Frauen und Männern wurden keine Unterschiede festgestellt sondern nur zwischen den Altersgruppen. 80 % der Altersgruppe bis 34 Jahre sehen die Zukunftsperspektive optimistisch, in der Altersgruppe ab 55 Jahren sind es nur noch knapp zwei Drittel. In Westdeutschland besteht weiterhin mehr Optimismus als in Ostdeutschland. Auch das Einkommen wirkt sich auf den Optimismus aus, denn 87 % derer, die über 3.500 € verdienen sind optimistisch, dagegen sind es nur 56 % der Geringverdiener mit einem Einkommen bis zu 1.499 €.

Insgesamt schätzen die Deutschen die Entwicklung ihres Lebensstandards positiv ein. Die Zahl der verhaltenen Optimisten liegt bei 62 % und ist damit um 2 % niedriger als im Februar 2012. Die Zahl der uneingeschränkten Optimisten stieg im selben Zeitraum um 2 % auf 13 % an.
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