Immobilienkauf: 59 Prozent der Käufer verschenken Förderungen

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59 Prozent der Käufer nehmen beim Immobilienkauf Förderungen oder zinsgünstige Darlehen der KfW nicht in Anspruch, obwohl sich dies auch bei niedrigen Bauzinsen lohnt.

Beim Immobilienkauf nutzen 59 Prozent der Käufer keine Förderungen oder zinsgünstige Darlehen der KfW, dabei rechnet sich dies auch in Zeiten mit Niedrigzinsen in der Immobilienfinanzierung.

Die Zinsen für eine Bau- oder Immobilienfinanzierung sind noch immer niedrig, dennoch lohnt es sich, Förderungen oder zinsgünstige Darlehen der KfW zu nutzen. Trotzdem nehmen 59 Prozent der Immobilienkäufer diese nicht in Anspruch. Einer aktuellen Umfrage von ImmobilienScout24 unter 1.055 Immobilienkäufern zufolge sind 20 Prozent der künftigen Hausbesitzer nicht entsprechend über Fördermöglichkeiten informiert.

Fehlende Information durch Banken und Vermittler:
77 Prozent der Immobilienkäufer erwarben ihr Haus oder ihre Wohnung zur eigenen Nutzung. Bei 85 Prozent wurden Darlehen zwischen 50.000 und 300.000 € benötigt, nur 41 Prozent der Immobilienkäufer nahmen dabei Förderungen in Anspruch.
27 Prozent der Bauherren beanstandeten rückblickend, dass sie von der Bank oder dem Finanzberater nicht über Fördermöglichkeiten informiert wurden. Dabei sind Banken und Vermittler verpflichtet, bei jeder Immobilienfinanzierung mögliche Fördermöglichkeiten zu überprüfen, wie Ralf Weitz, Geschäftsleiter Baufinanzierung bei ImmobilienScout24, erklärt. 27 Prozent verzichteten bewusst darauf, Fördermittel in Anspruch zu nehmen. 46 Prozent der Immobilienkäufer, die ihre Baufinanzierung ohne Förderungen abgeschlossen haben, waren der Ansicht, dass sie die Voraussetzungen für Förderungen nicht erfüllen.

KfW-Darlehen am häufigsten als Förderung genutzt:
Von den Immobilienkäufern, die für die Finanzierung ihrer Immobilie Förderungen in Anspruch nahmen, nutzten 72 Prozent ein zinsgünstiges KfW-Darlehen. Wohn-Riester wurde von 18 Prozent genutzt und nur 8 Prozent nutzten regionale Förderprogramme.

Langfristige Zinsbindung:
Im Hinblick auf eine langfristige Zinsbindung des momentan niedrigen Zinsniveaus hat sich das Verhalten der Immobilienkäufer im Vergleich zur Vorjahresstudie verändert. 37 Prozent entschieden sich für eine Zinsfestschreibung zwischen 15 und 20 Jahren, um sich die niedrigen Bauzinsen möglichst lange zu sichern. In der Vorjahresstudie waren es nur 27 Prozent.
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