Entscheidung über Leitzins durch EZB: Warnung vor weiterer Senkung

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Am 2. Mai 2013 will die EZB eine neue Entscheidung über den Leitzins treffen, Banken und Versicherungen warnen vor einer weiteren Senkung.

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Vor einer weiteren Senkung des Leitzinssatzes warnen Banken und Versicherungen im Hinblick auf die am 2. Mai 2013 geplante neue Entscheidung der EZB über den Leitzins.

Eine neue Entscheidung über den Leitzins soll von der EZB am 2. Mai 2013 getroffen werden. Seitens des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken BVR, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes DSGV und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV ergehen ausdrückliche Warnungen vor einer neuen Senkung des Leitzinssatzes. Diese wäre ein falsches Signal für alle Sparer und diejenigen, denen die Altersvorsorge wichtig ist, da die Sparguthaben mit jeder Zinssenkung geringer werden und der Anreiz zum Vorsorgen und Sparen damit weiter schwindet. Für alle drei Präsidenten steht im Hinblick auf die Bewältigung der Schuldenkrise im Vordergrund, dass die Reformbemühungen der Länder mit schwachem Wachstum zur Konsolidierung der Staatshaushalte und zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit weiter fortgesetzt werden.

DSGV: Unkalkulierbare neue Risiken für die Euro-Zone durch weitere Leitzinssenkung
Georg Fahrenschon, Präsident des DSGV stellt eine weitere Reduzierung des Leitzinssatzes in Zusammenhang mit neuen, nicht kalkulierbaren Risiken für die Euro-Zone. Das billige Geld komm bereits jetzt nicht bei den Unternehmen an und durch einen noch niedrigeren Leitzins können keine positiven Wirtschaftsimpulse bewirkt werden. Dies würde die Probleme nur noch erhärten. Besser wäre eine Schaffung von Voraussetzungen, um wieder ein normales Zinsniveau erreichen zu können. Die Solidarleistungen für Europa sollten nicht ständig auf dem Rücken der Sparer ausgetragen werden.

BVR: Dauerhaft niedriges Zinsniveau schädlich für die Finanzstabilität
Nach Ansicht von BVR-Präsident Uwe Fröhlich werden mit niedrigen Zinsen Investitionen begünstigt, die wirtschaftlich nicht dauerhaft tragfähig sind. Billigeres Geld der Notenbank wird außerdem die Kreditvergabe in den südeuropäischen Ländern nicht fördern. In den Ländern Südeuropas wird der schwierige Zugang zu Krediten vielmehr von hohen Kreditrisiken im Hinblick auf die schwierige Wirtschaftssituation geprägt. Besser wäre, hier mit einer gezielten Förderpolitik auf nationaler Ebene zu agieren.

GDV: Warnung vor Fehlanreizen
Alexander Erdland, GDV-Präsident, warnt vor Fehlanreizen und negativen Auswirkungen auf die private Altersvorsorge. Die zinsbedingten Mindereinnahmen lagen allein bei den Lebensversicherungen 2012 bei 4 Milliarden Euro. Altersvorsorge ist jedoch für die jungen und mittleren Generationen enorm wichtig, da die gesetzliche Rente nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter ausreichen wird.
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