Schrott-Immobilien: Immobilienkäufer künftig vor übereilten Kaufverträgen geschützt

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Immobilienkäufer sollen künftig vor dem Kauf von Schrottimmobilien geschützt werden, daher werden übereilte Kaufverträge durch den Bundesrat verboten.

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Mit dem Verbot übereilter Kaufverträge will der Bundesrat Immobilienkäufer vor dem Erwerb von Schrottimmobilien schützen.

Um zu verhindern, dass Immobilienkäufer Schrottimmobilien erwerben, werden übereilte Kaufverträge vom Bundesrat verboten. Dadurch erhalten die Immobilieninteressenten mehr Bedenkzeit, denn auf den ersten Blick sind Schrottimmobilien nicht unbedingt erkennbar.

Für Notare wurden vom Bundesrat strengere Regeln beschlossen, sodass die Verbraucher vor einer übereilten Unterzeichnung von Immobilienkaufverträgen geschützt werden.

Keine Nacht- und Nebelaktionen mehr bei Immobilienkäufen
In den letzten Jahren kam es zu Immobilienverkäufen, die noch mitten in der Nacht getätigt wurden, da sonst ein anderer bei dem Angebot zuschlagen würde. Die angeblich lukrativen Immobilien, die übereilt notariell beurkundet wurden, entpuppten sich als Schrottimmobilien und stürzten die Käufer in den finanziellen Ruin.

Mit der Gesetzesänderung gilt künftig, dass zwischen dem Termin der notariellen Beurkundung und der Übermittlung des Kaufvertrags mindestens 14 Tagen vergehen müssen. Damit erhalten die Immobilienkäufer längere Bedenkzeit und Prüfzeit. Des Weiteren kann der Vertragstext nur noch direkt vom Notar an den Käufer übermittelt werden und nicht mehr vom Verkäufer. Die Entscheidung wird von Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands vzbv begrüßt, denn damit wird der Verkauf von Schrottimmobilien eingedämmt, was besonders in Zeiten wichtig ist, in denen die Immobilie wieder als begehrte Geldanlage gilt.

Das Gesetz zur Stärkung des Verbraucherschutzes im notariellen Beurkundungsverfahren wurde auf Initiative des Berliner Senators für Justiz und Verbraucherschutz, Thomas Heilmann, beschlossen. Daneben stehen noch weitere Entscheidungen im Bundesrat vor der Sommerpause an, beispielsweise Regelungen für die honorarbasierte Finanzberatung, die Verwalter von alternativen Investmentfonds und das Recht auf ein Guthabenkonto. Zudem sollen auch noch einige energiepolitische Regelungen behandelt werden sowie ein Antrag zur Reduzierung von Stromsperren.
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