Deutliche Leistungsunterschiede bei Pflege-Bahr-Tarifen

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Bei der Überprüfung von 20 Pflege-Bahr-Tarifen wurden deutliche Leistungsunterschiede von über 50 Prozent in den verschiedenen Pflegestufen festgestellt.

Leistungsunterschiede von über 50 Prozent in den unterschiedlichen Pflegestufen wurden im Rahmen einer Analyse von MORGEN & MORGEN bei 20 Pflege-Bahr-Tarifen festgestellt.

Eine Analyse von 20 Pflege-Bahr-Tarifen durch das unabhängige Analysehaus MORGEN & MORGEN kam zu dem Ergebnis, dass die Leistungen in den unterschiedlichen Pflegestufen zu über 50 Prozent differieren. Dass Bedarf an guten Absicherungslösungen für den Pflegefall bestehen, um hohe monatliche Decklungslücken zu vermeiden, ist klar, nur die Umsetzung sorgt für Diskussionsstoff.

Zu viele Unterschiede zur Deckung der finanziellen Lücke im Pflegefall:
Die Möglichkeiten, die Deckungslücken im Pflegefall zu schließen, sind zu verschieden, um eine optimale Absicherung auf den ersten Blick erkennen zu können. Neben Vorerkrankungen, Alter und Lebenssituation spielen auch persönliche Voraussetzungen eine Rolle für die private Pflegeversicherung. Pflege-Bahr ist die Variante der Pflegeversicherung, die staatlich gefördert wird, doch auch diese weist erhebliche Unterschiede auf.

Analyse der Pflegemonatsgelder in den Pflegestufen I bis III bei Pflege-Bahr:
Im Rahmen der Analyse wurden die Pflegemonatsgelder in allen Pflegestufen für das Eintrittsalter mit 20, 40 und 60 Jahren bei Pflege-Bahr-Tarifen unter die Lupe genommen.

Beim Eintrittsalter von 20 Jahren liegen die Unterschiede in Pflegestufe III bei einem monatlichen Beitrag von 15,04 bis 15,40 € zwischen einem Pflegemonatsgeld von 1.980 € und 840 €. In Pflegestufe III besteht jedoch eine gesetzliche Verpflichtung zur Auszahlung des vereinbarten Pflegemonatsgelds zu 100 Prozent.

Anders verhält es sich in Pflegestufe I und II, hier erfolgen die Leistungen nur noch prozentual und differieren daher entsprechend enorm. Über die untersuchten Eintrittsalter variieren die Pflegemonatsgelder in Pflegestufe I zwischen 20 und 35 Prozent und in Pflegestufe II zwischen 30 und 70 Prozent.

Im Vergleich zu den erheblichen Unterschieden beim Eintrittsalter von 20 Jahren in Pflegestufe III in den Pflege-Bahr-Tarifen entsprechen die Leistungen beim Eintrittsalter von 60 Jahren genau der gesetzlichen Mindestanforderung von 600 €. Die Beiträge sind in diesem Fall jedoch mit 24 bis 38 € monatlich höher.

Beim Eintrittsalter von 40 Jahren liegen die Beiträge in Pflege-Bahr zwischen 15 und 18 €, die Pflegemonatsgelder erstrecken sich auf 600 bis 960 €.

Pflegemonatsgeld in Pflegestufe III kein ausreichendes Kriterium:
Da in Pflegestufe I und II nur prozentuale Leistungen erfolgen, stellt das Pflegemonatsgeld in Pflegestufe III kein ausreichendes Kriterium zur Auswahl eines Pflege-Bahr-Tarifs dar. Aufgrund der deutlichen Differenzen der Leistungen innerhalb der verschiedenen Pflegestufen ist die geförderte Pflegeversicherung beratungsintensiver als anfangs erwartet.

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