Debeka streicht die Überschussbeteiligung als Sofortrabatt

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Die Debeka beteiligt die Bestandskunden an der Finanzierung des Garantiezinses durch die Kappung der Sofortverrechnung bei den Beiträgen.

Geld
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Das niedrige Zinsniveau des Kapitalmarkts trifft die Debeka wie alle anderen Lebensversicherer hart. Mit einer aktuell erwirtschafteten Rendite von marktweit etwa 3,7 Prozent lässt sich der Sparanteil von Altverträgen, der bei garantierten 4 Prozent liegt, nicht finanzieren. Die Reserven, auf die Versicherer in der Vergangenheit zurückgreifen konnten, sind mittlerweile verbraucht. Der andauernde Konflikt um die Bewertungsreserven schwächt die Versicherer, da sie Forderungen nach nicht vorhandenen Vermögensreserven abwehren müssen.

Sofort-Rabatte entfallen
Der Beitrag zur Lebensversicherung wird bisher stets mit einem „Sofortrabatt“ reduziert, der vom Brutto-Beitrag der Debeka-Kunden abgezogen wird. Die „Sofortverrechnung“ wird aus vorgelagerten Überschüssen gebildet, die bisher so sicher für die Debeka waren, dass schon bei der Angebotserstellung stets mit dem Netto-Beitrag gerechnet wurde. Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins „Capital“ wird die Debeka bei 400.000 Verträgen die „Sofortrabattierung“ streichen.

Netto-Beitrag wird zum Brutto-Beitrag
Dies betrifft die 400.000 Verträge mit einer 4 Prozent-Garatie im Portfolio der Debeka. Mit der Reduzierung der „Sofortrabatte“ will sich das Koblenzer Unternehmen von dem Verdacht befreien, dass die Altverträge von den neuen Kunden subventioniert würden. Ein Verdacht, der bei einer dauernden Zins-Unterdeckung von 0,3 Prozent nahe liegt. Die Bestandskunden werden nun von der Debeka an der Finanzierung der Garantien mit einbezogen – durch den Entfall der „Sofortverrechnung“ zahlen diese den Bruttobeitrag.

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