Produktinformationsblätter informieren unzureichend über Sparanlagen

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Stiftung Warentest bemängelt die oftmals unzureichende Information für Kunden im Bereich Sparanlagen durch Banken.

Die Stiftung Warentest untersuchte Produktinformationsblättern bei Sparanlagen und kam zu erschreckenden Erkenntnissen. In vielen Fällen fehlten die für Anleger entscheidenden Informationen, so zum Beispiel die Höhe des angebotenen Zinssatzes sowie die Gesamtrendite oder die Risikoklasse.

Große Namen keine Garantie für Qualität
Es gab auch gute Ergebnisse, so schnitten ING-Diba, Volkswagen Bank Direct und die Netbank beim Test der 34 Produktinformationsblätter für Zinsanlagen „Gut“ ab. Die Commerzbank und die Hypovereinsbank hoben sich ebenfalls ab – leider im negativen Bereich, sie wurden mit dem Qualitätsurteil „Mangelhaft“ belegt. Stiftung Warentest setzt sich dafür ein, Produktinformationsblätter auch für Zinsanlagen zur Pflicht zu machen – in deutlich verbesserter Form. So sollen besonders Anleger ohne Vorwissen geschützt werden.

Unklare Informationen
Informationen zur Auszahlung der Zinsen, Kündigung oder vorzeitiger Verfügung fehlten in vielen untersuchten Informationsblättern. Stattdessen hob sich Ostsächsische Sparkasse Dresden mit dem Satz: „Das Zuwachssparen ist der vierten Schicht des Sparkassen-Finanzkonzepts zuzuordnen“, hervor.

Kunden sollten sich genau informieren
Allerdings warnt Finanztest, dass das Lesen der Produktinformationsblätter allein nicht ausreicht, um vor bösen Überraschungen zu schützen. Auch sogenannte sichere Sparformen können trickreich sein, im Test listen die Prüfer viele Beispiele für trügerische Zinsversprechungen, schwer nachzuvollziehende Boni und ungünstige Kündigungsbedingungen von Banken auf.

Nachzulesen sind die Informationen zu Produktinformationsblättern und Zinsanlagen in der aktuellen Finanztest und unter www.test.de/thema/festgelder.
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