Arbeitnehmer sind 2013 öfter krankgeschrieben

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Eine Analyse zum Krankenstand zeigt einen sprunghaften Anstieg von Erkältungskrankheiten in den ersten 6 Monaten des Jahres auf.

Arbeitnehmer
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Eine Auswertung der Krankmeldungen von 2,7 Millionen bei der DAK-Gesundheit versicherten Erwerbstätigen durch das IGES Institut in Berlin belegt einen deutlichen Anstieg von Erkältungskrankheiten in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres.

Mehr Fehltage als im Vorjahr
Insgesamt stieg der Krankenstand um 0,3 Prozentpunkte auf 4,1 % an. Konnte man im Vergleichszeitraum des Vorjahres lediglich 16,8 % der Fehltage auf Husten, Bronchitis und Lungenentzündung zurückführen, so waren es in den ersten 6 Monaten dieses Jahres schon 22,3 %. Die Mehrheit der Berufstätigen konsultierte ihren Arzt aufgrund von Erkältungskrankheiten und Infektionen der Atemwege.

Dritthäufigste Ursache sind psychische Beschwerden
Zu den drei häufigsten Diagnosen zählten Atemwegsinfektionen, Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, wie beispielsweise Rückenleiden, sowie psychische Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen. Sie verursachten über die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage.

Gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 reichten in diesem Jahr 4,1 % mehr Berufstätige mindestens eine Krankschreibung beim Arbeitgeber ein. Waren es im Vorjahreszeitraum 34,6 %, stehen dem 2013 ganze 38,7 % aller Berufstätigen gegenüber. Im Schnitt blieben die Kranken 11,6 Tage der Arbeit fern. Im Bundesvergleich wies der Osten mit durchschnittlich 5,0 % gegenüber dem Westen mit 3,9 % einen höheren Krankenstand auf.
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