Hartz IV Regelsätze steigen 2014 um 9 Euro

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Trotz der Erhöhung der Regelsätze von Hartz-IV-Empfängern kritisieren Verbände die Anpassung als zu niedrig.

Hartz IV
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Jährlich zum 1. Januar erfolgt eine Anpassung des Hartz IV-Satzes. Anhand eines Mischindexes (Berücksichtigung der Preisentwicklung 70 Prozent, Entwicklung der Nettolöhne 30 Prozent) erfolgt die Berechnung. 2014 wird der Satz für alle Hartz-IV-Regelstufen um gut 2,3 Prozent steigen. Die Anpassung für 2013 betrug nur 1,5 Prozent. Somit erhöht sich der Regelsatz (nach einer Vorlage des Bundesarbeitsministeriums) auf um neun Euro auf 391 Euro.

Beschluss erst nach den Wahlen
Während die Anhebung noch vom aktuellen Kabinett auf den Weg gebracht wird und danach in den Bundesrat geht, kann sie aber erst nach den Wahlen vom neuen Bundestag- und –rat.

Mehr Geld im Westen
Die Ost-Rentner erhalten eine höhere Anpassung als die Renten-Empfänger im Westen. Während der Regelsatz im Westen zum 1. Juli um 0,25 Prozent erhöht wurde, liegt er im Osten bei 3,29 Prozent.

Paritätischer Wohlfahrtsverband hält Leistung für zu niedrig
Nach Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, bleibt der Satz auch nach der Erhöhung auf 391 Euro viel zu gering. Sein Verband kalkuliert eine Erhöhung von 14 Prozent auf 437 Euro zuzüglich einmaliger Leistungen als seriöse und verfassungskonforme Anwendung des sogenannten Statistikmodells zur Ermittlung der Regelsätze.

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