Stiftung Warentest: Hähnchenschenkel oft mit Keimen belastet

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Die von Stiftung Warentest untersuchten Hähnchenschenkel enthielten häufig Keime. Geflügelfleisch sollte daher vor dem Verzehr immer gut durchgegart werden.

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Die Stiftung Warentest untersuchte Hähnchenschenkel und kam zu verheerenden Ergebnissen. Von 20 getesteten Produkten wurden neun unmittelbar vor oder direkt zum Verbrauchsdatum mikrobiologisch lediglich mit "ausreichend" oder sogar "mangelhaft" bewertet. Der zulässige EU-Wert an Listerien wurde von "Bio Geflügel" und "Le Marensin" deutlich überschritten. Die Richt- und Warnwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie wurden bei anderen Keimen häufig überschritten.

Vorsicht auch bei Bio-Produkten
Positiv stachen Produkte von "Friki Gefügellaune" und von Kaufland hervor, hier stießen die Tester auf besonders wenig Keime und keine antibiotikaresistenten Bakterien. Die fünf getesteten Bio-Produkte fielen durch viele Verderbnis- und Krankheitskeime auf, daher wurde als beste Note hier nur "befriedigend" vergeben, die besten Bio-Hähnchenschenkel vertreibt Rewe. Während nur eines der fünf geprüften Bio-Produkte antibiotikaresistente Bakterien aufwies, fanden die Tester antibiotikaresistente Keime bei 11 von 15 konventionellen Produkten. Eine Erklärung könnte der stark eingeschränkte Antibiotikaeinsatz bei Bio-Erzeugnissen liefern.

Schädliche Keime werden durch Bratvorgang vernichtet
Die Produktion keimfreier Geflügelprodukte sind biologisch nicht möglich, selbst die im Test mit "gut" bewerteten Schenkel enthalten Keime. Um alle Bakterien abzutöten, sollten Hähnchenschenkel vor dem Verzehr immer gut durchgegart oder gebraten werden.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/gefluegel kann der ausführliche Test Hähnchenschenkel nachgelesen werden.

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