Negativzins für Banken nicht mehr undenkbar für EZB

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Die EZB schließt einen Negativzins als Marktsteuerungsmittel, um der zu geringen Inflationsmarke entgegen zu wirken, nicht aus.

Geld
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Vonseiten der der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der Spielraum, die geringe Inflation in der Eurozone zu bekämpfen, noch nicht erschöpft. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet äußerte kürzlich gegenüber den Medien, die Variante einen Strafzins für Geldinstitute zu erheben, falls Geld bei der Notenbank gelagert würde. Der Einlagezins für Geschäftsbanken könne in den negativen Bereich abgesenkt werden.

Einlagezinsen der EZB könnten weiter reduziert werden
Seit Mitte des Jahres wird kein Zins mehr für die sogenannte Einlagefazilität gezahlt. Obwohl der Leitzins auf durch die EZB bereits auf den neuen Tiefstand von 0,25 Prozent reduziert wurde, sieht Praet die Möglichkeit dem Trend durch einschneidende Maßnahmen entgegen zu treten. Er droht an, die EZB würde bei Gefährdung des Mandats alle notwendigen Schritte gehen, um es zu erfüllen.

Direkte Marktbeeinflussung durch die EZB
Nach Praet könne die die EZB ihre Bilanz vergrößern und Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt erwerben und somit unmittelbar am Markt eingreife. Im Moment sieht er keinen Bedarf für eine zusätzliche geldpolitische Lockerung. Der Erwerb von Anleihen einzelner Staaten während der Staatsschuldenkrise Europas, der durch die Notenbank (durch das Programm SMP) erfolgte, wurde wieder gestoppt.

Inflationsrate zu gering
Mit einer Inflationsrate von 0,7 Prozent unterschreitet die Eurozone im Oktober den von der EZB favorisierten Wert von knapp etwa zwei Prozent. Spanien, Griechenland und Irland haben sogar Teuerungsraten von null Prozent oder weniger.

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