Datenreport 2013 zeigt hohe Erwerbstätigkeit in Deutschland

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Der Datenreport 2013 – ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland fiel sehr positiv aus. Dem Report zufolge ist die Erwerbstätigkeit der Deutschen so hoch wie nie, die Gefahr der Kinderarmut hat abgenommen.

Arbeitnehmer
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Der Datenreport 2013 bezieht sich auf die Zahlen des Vorjahres. Demnach waren im Jahr 2012 41,5 Millionen Beschäftigte zu verzeichnen. Die Wirtschaftskrise hatte keinen negativen Einfluss auf die Erwerbslosenquote, denn diese ist im Vergleich mit anderen europäischen sowie außereuropäischen Ländern sehr niedrig.

Immer mehr Teilzeitbeschäftigte
Aus dem Datenreport ergibt sich ein eindeutiger Trend hin zur Teilzeitbeschäftigung. Diese Art der Beschäftigung kommt nicht nur Müttern entgegen, die sich halbtags um ihre Kinder kümmern möchten/müssen, sondern auch männlichen Beschäftigten. Zudem bietet die Teilzeitarbeit eine echte Chance, mehr Arbeitsplätze zu schaffen und somit die Zahl der Erwerbstätigen zu erhöhen. Im Fachjargon nennt man die Erwerbstätigkeit unter 21 Stunden pro Woche eine atypische Beschäftigung. Dazu zählen neben der Teilzeitarbeit auch Leih- und Zeitarbeit, die ebenfalls einen guten (Wieder)einstieg ins Berufsleben ermöglichen. Im Jahr 2012 waren fast 22 Prozent aller Erwerbstätigen in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Im Jahr 1993 waren es nur 13 Prozent.

Mehr Vollzeitbeschäftigte
Laut Datenreport gab es im Jahr 2012 24,2 Millionen voll Erwerbstätige und 7,9 Millionen Menschen, die in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis standen. Nicht berücksichtigt wurden hier Auszubildende, Schüler und Studenten. Besonders hoch ist der Anteil der atypisch Beschäftigten unter den Frauen sowie bei jungen Menschen und Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Kinderarmut rückläufig

Die Armutsgefahr bei Teilzeitbeschäftigten liegt ungefähr doppelt so hoch wie bei Beschäftigten in Vollzeit. Dennoch ist es nach Aussage von Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung auf die vergleichbar hohe Erwerbstätigenquote zurückzuführen, dass Kinderarmut in Deutschland rückläufig ist.

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