Schadensbilanz der KFZ-Versicherungen erreicht neuen Höchststand

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Glasbruch war 2012 die häufigste Schadenursache in der Teil- und Vollkaskoversicherung. Die Regulierungssummen stiegen insgesamt um 18 %.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V (GDV) legte jüngst die Schadensbilanz 2012 vor. Insgesamt sind die Versicherungsleistungen der Kfz-Kaskoversicherer seit 2006 um nahezu 20 % angestiegen. Am häufigsten reguliert wurden Schäden infolge Glasbruchs gefolgt von Wildunfällen, Marderbissen, Unwetter und Diebstähle, u. a. von Radio- oder Navigationsgeräten.

Regulierungssumme über 18 % gestiegen
Statistischen Taschenbüchern der Versicherungswirtschaft zufolge wurden im Vergleich zu 2006 (6,4 Milliarden) im vergangenen mit 18,4 % insgesamt 7,6 Milliarden (brutto) für Versicherungsfälle im inländischen Direktgeschäft aufgewendet. Diese Summe wurde bislang lediglich 2011 mit knapp 8 Milliarden € übertroffen.

Nach Art des Teilkaskoschadens differenziert, wird die Schadenbilanz für PKW von Glasbruchschäden angeführt. Hierfür wandten die Kraftfahrtversicherer letztes Jahr etwa 1,1 Milliarden € auf. Im Schnitt schlugen jedoch Wildschäden am teuersten zu Buche, gefolgt von Schäden infolge Unwetters mit 2.000 € sowie 1.300 € für Teilentwendungen.

In Relation dazu waren die Durchschnittskosten für Glasbruch- und die 233.000 registrierten Marderbissschäden eher gering. Durch Sturm, Hagel und Blitz verursachte Schäden nahmen in der Summe um etwa ein Drittel ab. Schäden durch Teilentwendungen (z. B. gestohlene Elektrogeräte) gingen ebenfalls um ein Siebtel zurück.

Wildschäden kostenintensiver denn je
Mit 258.000 Wildschäden wurde ein neuer Höchststand hinsichtlich Anzahl der Versicherungsleistungen wegen Wildunfällen erreicht. Ganze 583 Millionen waren durch die Versicherer in der Teil- und Vollkasko dafür aufzubringen. Zwar wurde das Neunfache an Glasschäden reguliert (ein Rückgang um 9 %), jedoch waren die Versicherungsleistungen mit 1,114 Milliarden € nur knapp doppelt so hoch.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 10 % hinsichtlich der Anzahl respektive 14 % hinsichtlich der Versicherungsleistungen. Während die Schäden seit 2006 um ca. 25 % zugenommen haben, waren es in Bezug auf die Schadenaufwendungen nahezu 50 %.

Die Konsequenz: Ein Anstieg des Schadendurchschnitt. In Zahlen: Im Vergleich zu 2011 ein Plus von 4 % (90 €) auf ca. 2.260 €. Dagegen lag der durchschnittliche Schaden 2008 mit etwa 2.070 € knapp 9 % darunter, was ca. 200 € entspricht.

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