Höhere Beitragsbemessungsgrenzen für Sozialversicherung 2014

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Aufgrund der gestiegenen Brutto-Arbeitseinkommen müssen Beschäftigte mit hohem Einkommen im neuen Jahr mehr Sozialabgaben zahlen.

Lohnabrechnung
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2014 bringt eine höhere Belastung für Beschäftigte mit hohem Einkommen, sie müssen mehr Sozialabgaben zahlen, da die Beitragsbemessungsgrenzen für alle Bereiche der Sozialversicherung aufgrund der gestiegenen Brutto-Arbeitseinkommen angepasst werden. Den Beitragsbemessungsgrenzen 2014 wird die Lohn- und Gehaltsentwicklung 2012 zugrunde gelegt. Durch den durchschnittlichen Anstieg der Löhne und Gehälter in den alten Bundesländern um 2,81 Prozent und in den neuen Ländern um 2,42 Prozent muss mit folgenden Änderungen kalkuliert werden:

Neue Beitragsbemessungsgrenzen
Ab Januar steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung. In den alten Bundesländern sind es 150 Euro (neuer beitragspflichtiger Höchstbetrag ist dann 5.950 Euro monatlich bei einer Jahresgrenze von 71.400 Euro). Die Erhöhung für die neuen Bundesländer liegt bei 100 Euro, somit auf 5.000 Euro im Monat (60.000 Euro jährlich).

Grenzen bei GKV gleich für Ost und West
Auch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wird teurer. Hier werden West und Ost gleichermaßen belastet. Von aktuell 3.937,50 Euro monatlich wird die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV auf 4.050 Euro monatlich angehoben, dies ergibt ein Jahreseinkommen von 48.600 Euro. Bei gleichbleibenden Beitragssätzen in 2014 ergibt sich ein maximaler Krankenversicherungs-Arbeitnehmeranteil (derzeit 8,2 Prozent) von 332,10 Euro ab 2014. Dies ergibt einen Anstieg um rund zehn Euro. Sozialbeiträge können mit der betrieblichen Altersvorsorge gespart werden, bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung bleiben unberührt von Sozialabgaben, dies ergibt 2.856 Euro im Jahr 2014. Gutverdiener werden so mit mehr als 50 Prozent vom Staat an ihrer Vorsorge bezuschusst.

Anstieg der Versicherungspflichtgrenze
Bis zu einem gewissen Einkommen unterliegen Arbeitnehmer der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht. Dieses Einkommen liegt ab 2014 bei einem Monatseinkommen von 4.462,50 Euro (Jahresbrutto: 53.550 Euro) und steigt somit um 112,50 Euro (von 4.350 Euro). Arbeitnehmer deren Einkünfte in diesem und im Folge die Beitragsbemessungsgrenze übersteigen, dürfen – unter Berücksichtigung der Kündigungsfristen – auch weiterhin zu einer private Krankenkasse wechseln.

Nach wie vor sind Ehepartner und Kinder in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei mitversichert. Allerdings dürfen sie in 2014 nicht mehr als 395 Euro monatlich verdienen. Bei Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung eines Mitversicherten darf das Einkommen die Minijob-Grenze von 450 Euro nicht überschreiten. Zweimal jährlich kann das Einkommen die maximalen Beträge von 395 beziehungsweise 450 Euro überschreiten, ohne dass das Recht auf die beitragsfreie Familienversicherung beeinträchtigt wird. Falls das Einkommen diese Beträge jedoch dauerhaft überschreiten, ergibt sich eine Versicherungspflicht mit eigener Beitragszahlung für den Ehepartner oder das Kind.

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