Staatliche Rente bietet allenfalls minimale Grundsicherung

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Nach Angaben der Bundesregierung kann der Lebensstandard aus der Zeit der Berufstätigkeit mit der gesetzlichen Rente alleine nicht garantiert werden.

Altersarmut
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Obwohl nach Angaben der Bundesregierung die gesetzliche Rente auch künftig die zentrale Säule der Altersabsicherung darstellen wird, ist diese immer weniger ausreichend, um das Einkommensniveau aus der Zeit der Berufstätigkeit im Alter zu halten. Das sogenannte Sicherungsniveau vor Steuern sinkt immer weiter, von 48,7 Prozent im Jahr 2013 auf 47,5 Prozent im Jahr 2020 und erneut auf 45,4 Prozent im Jahr 2027. Die Bundesregierung teilt in einer Unterrichtung zur gesetzlichen Rentenversicherung (18/95) mit, dass sich das Rentenniveau bis 2030 auf 43 Prozent reduziert. Der bis dahin erworbene Lebensstandard könne nur mit Inanspruchnahme der finanziellen Spielräume des Alterseinkünftegesetzes und der Nutzung der staatlichen Förderung zum Aufbau einer zusätzliche Vorsorge gesichert werden.

Gute Wirtschaft sichert Rentenkassen
Die Rentenkasse ist gut gefüllt: Für das Jahresende 2013 rechnet man mit einer Nachhaltigkeitsrücklage von 31 Milliarden Euro (dies entspricht 1,75 Monatsausgaben). Dies bedeutet einen Anstieg zum Ende 2012, hier betrug die Rücklage noch 29,5 Milliarden Euro oder 1,7 Monatsausgaben. Die Verbesserung der Rücklagen im Jahresvergleich basieren auf der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen, signifikant höheren Beitragseinnahmen. Modellrechnungen gehen von einem Anstieg der Renten bis zum Jahr 2027 um insgesamt rund 38 Prozent aus, dies bedeute einen durchschnittlichen Anstieg von gut zwei Prozent jährlich.

Mehr alte Menschen im Erwerbsleben
Gemäß des Rentenversicherungsberichts 2013 hat sich die Zahl älterer Erwerbstätiger im Laufe der vergangenen Jahre deutlich erhöht. Gegenüber einer Erwerbstätigenquote unter den 60- bis 64-Jährigen von 20 Prozent im Jahr 2000 hat sich die Quote auf 46 Prozent im Jahr 2012 mehr als verdoppelt. Bei älteren Männern erhöhten sich die Zahlen für diese Zeit von 28 auf 55 Prozent, bei den Frauen von 12 auf 39 Prozent.

Positive Auswirkung von Erhöhung des Rentenalters
Man rechnet mit einem höheren Anteil von Älteren in der Erwerbsbeteiligung. Im Rahmen der der höheren Lebenserwartung und des demografisch bedingten Rückgangs von Menschen im erwerbsfähigen Alter sei die Erhöhung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre wichtig zur langfristigen Rentensicherung. Zusätzlich wirke diese Regelung auch dem zu erwartenden Fachkräftemangel entgegen und sichere Wachstum und Wohlstand in einer alternden Gesellschaft.

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