Steuerlast reduzieren und Steuerfreibeträge der Kinder nutzen

  1. Steuer & Recht
  2. Tarifeverzeichnis



Familien können durch Verteilung des Vermögens auf die Kinder ihre Steuerlast reduzieren, da diese genauso einen Anspruch auf Steuer-Freibeträge haben.

Geld
© Joachim Wendler - Fotolia
Ebenso wie Erwachsene haben Kinder einen Anspruch auf jährliche Freibeträge bei der Einkommensbesteuerung durch das Verschenken des Vermögens können die Steuern völlig egal vermindert werden.

In 2014 können auch Kinder mit folgenden – erhöhten – Steuerbefreiungen rechnen, falls lediglich Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt werden:

Zum Grundfreibetrag von 8.354 Euro wird der
Sparer-Pauschbetrag 801 Euro sowie der
Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 Euro addiert.
Insgesamt bleiben pro Kind 9.191 Euro steuerfrei.

Zinsfreiheit für Gewinne bis zum Freibetrag
Dies gilt für Zinsen, Dividenden und andere Einnahmen aus Kapitalvermögen, zu denen auch Gewinne aus dem Verkauf von nach 2008 erworbenen Wertpapieren zählen. Diese bleiben in 2014 bis zu 9.191 Euro steuerfrei. So ergeben sich bei einer angenommen Verzinsung von 1,5 Prozent demnach Kapitalerträge steuerfrei, wenn das angelegte Vermögen nicht die Summe von 612.733 Euro übersteigt, da 1,5 Prozent von dieser Summe entsprechend 9.191 Euro ergeben. Bei einer Verzinsung 2,5 Prozent bestünde dagegen „lediglich“ Steuerfreiheit für Kapitalerträge aus einem Kapitalvermögen von höchstens 367.640 Euro.

Alle zehn Jahre sind Schenkungen möglich
Schenkungen bis zu einem Betrag von 400.000 Euro Kapitalvermögen an Kinder (pro Kind) sind schenkungsteuerfrei. Ein Betrag in dieser Höhe kann alle zehn Jahren verschenkt werden. Allerdings wird die Schenkung nur vom Fiskus anerkannt, wenn sie nicht nur als Mittel zur Steuervermeidung dient, sie muss also den zivilrechtlichen Vorschriften entsprechen und glaubhaft sein. Dazu muss mindestens ein Konto oder Depot auf den Namen des Kindes eingerichtet sein, auf das die Eltern nicht mehr ohne Weiteres für eigene Zwecke zurückgreifen können. Andernfalls erfolgt eine Anrechnung für die Eltern. Falls Vermögensübertragungen im größeren Rahmen vorgenommen werden sollen, wird auf jeden Fall eine vorige Beratung unter rechtlichen und steuerlichen Aspekten empfohlen.

Hohe eigene Einkünfte für Kinder können zu einer Beitragspflicht für die gesetzliche Krankenversicherung führen, weitere Förderungen wie zum Beispiel BAföG sind ebenfalls an bestimmte Einkommens- und Vermögensgrenzen gekoppelt.

Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren: