Krankenstand in Deutschland durch Erkältungen angestiegen

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Nach der Gesamtanalyse zu den Krankmeldungen 2013 der DAK-Gesundheit sind diese besonders durch Erkältungen angestiegen.

Husten, Schnupfen und Halsschmerzen haben den Arbeitnehmern im letzten Winter stark zugesetzt. So ergab die aktuelle Auswertung der DAK-Gesundheit (für insgesamt 2,7 Millionen erwerbstätige Versicherte) einen Anstieg des Krankenstandes von 3,8 auf 4,0 Prozent. Somit waren von 100 Beschäftigen im letzten Jahr jeden Tag vier arbeitsunfähig. Den Hauptanteil machten Erkältungskrankheiten aus, die Anzahl der Krankheitstage erhöhte sich dadurch um 25 Prozent. Die Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen nahmen um fünf Prozent zu.

Erkältungswelle nicht überbewerten
Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, sieht den sprunghaften Ansprung der Krankheitstage gelassen. Die Ausfälle erklärt er durch den langen Winter und gibt zu bedenken, dass ein Schutz gegen kaltes Wetter und die damit verbundenen Risiken kaum möglich seien. Erkältungswellen kämen immer wieder vor. Nach der Statistik von 2013 sind 17,3 Prozent der Fehltage durch Husten, Bronchitis und Lungenentzündung bedingt, 2012 waren es nur 14,5 Prozent.

Mehr kranke Berufstätige
2013 überstieg der Anteil der erkrankten Erwerbstätigen, denen mindestens einmal im Jahr Arbeitsunfähigkeit durch einen Arzt attestiert wurde, erstmals die Hälfte (50,6 Prozent). Den Hauptanteil der Erkrankungen stellten die sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie Rückenschmerzen dar. Auch Psychische Leiden stiegen wieder geringfügig an, mit rund fünf Prozent mehr Fehltage als 2012 belegen sie Platz drei auf der Liste der wichtigsten Diagnosen für Ausfalltage, gefolgt von Verletzungen und Verdauungsbeschwerden.

Krankheitsstand nach Branchen
Der höchste Krankenstand wurde in 2013 im Gesundheitswesen (4,6 Prozent) und bei der Öffentlichen Verwaltung (4,5 Prozent) gemeldet. Gesünder sind die Mitarbeiter im Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste, hier gab es den geringsten Krankenstand mit 3,0 Prozent.

Die Daten ergaben sich nach der Auswertung der Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAK-Gesundheit durch das IGES Institut in Berlin.

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