Heizkosten schneller angestiegen als Löhne

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Die Einkommenssteigerungen der letzten Jahre lagen deutlich geringer als die Preiserhöhungen bei den Heizkosten. Die Grünen fordern nun eine Strategie von der Regierung.

Heizkosten
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Seit 2002 stieg der Anteil des Nettoeinkommens, der von einem Vier-Personen-Haushalt für Energiekosten aufgewendet werden muss, von 2,8 Prozent auf rund 3,9 Prozent in 2013, wie das Bundesministerium auf eine Anfrage der "Grünen" bestätigte. Ein durchschnittlicher Haushalt muss bei den Kosten für Heizung und Warmwasser seit 2002 bis 2012 einen Anstieg von 43 Prozent bewältigen. Im gleichen Zeitraum gab es für die Löhne nur einen Zuwachs von 17 Prozent. Haushalte mit geringem Einkommen mussten noch einen höheren Teil des Nettoeinkommens für Energiekosten aufbringen, im letzten Jahr waren es demnach rund 6,5 Prozent.

Teures Heizöl und überalterte Anlagen
Die höheren Preise sind überwiegend durch den immensen Preisanstieg des Heizöls begründet. Weitere Faktoren liegen im gesteigerten Energieverbrauch von überalterten Heizungsanlagen. Das Umweltministerium erläutert auf die Grünen-Anfrage, dass gut 20 Prozent der Ölfeuerungsanlagen älter als 21 Jahre seien, weitere 8,5 Prozent überstiegen sogar das Alter von 29 Jahren. Der Anteil von Gasfeuerungsanlagen, die älter als 21 Jahre sind, beträgt 14,3 Prozent, älter als 29 Jahre sind 4,7 Prozent.

Grünen fordern Maßnahmen der Regierung
Die Grünen-Umweltexpertin Bärbel Höhn fordert die Regierung auf, stärker einzugreifen, um die Sanierung alter Heizanlagen zu unterstützen. Sie kritisiert die Energieverschwendung, die durch den großen Anteil der überalterten Ölheizungsanlagen entstünde. Sie wirft der Bundesregierung mangelnde Gesamtstrategie, in der Bewältigung der extremen Preissteigerungen vor. Gerade Haushalte mit geringem Einkommen seien von der Teuerung deutlich über der Lohnentwicklung überfordert.


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