Schufa muss Berechnungsformel nicht veröffentlichen

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Der Bundesgerichtshof wies eine Klägerin ab, die wissen wollte, wie die Einschätzung ihrer Kreditwürdigkeit durch die Schufa zustande kam.

Die Schufa muss laut Bundesgerichtshof keine Auskunft über ihre Berechnungsformel zur Kreditwürdigkeit von Personen geben. Die Klage einer Angestellte, die auf der Veröffentlichung bestand, wurde in Karlsruhe abgewiesen. Die 54-jährige Angestellte aus Mittelhessen verlangte von der Wirtschaftsauskunftei Auskunft über das Zustandekommen der Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit, dem sogenannten Scoring. Die Schufa informiert lediglich über die Ergebnisse der Kreditbewertung von Personen, nicht aber, worauf diese beruhen. In diesem Fall beruft sich auf ihr Geschäftsgeheimnis.

Die Klägerin war im aktuellen Fall aufgrund einer Namensverwechslung zunächst negativ bewertet worden, danach wurde die Frau – nach Aussagen des Schufa-Anwalts – als kreditwürdig eingestuft. Die Einschätzung der Frau wurde nur auf Basis der persönlichen Daten der Klägerin mit einer "Vergleichsgruppe" vorgenommen, um zu einem Scoring über die Bonität der Frau zu kommen.

Revision vom BGH abgewiesen
Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte, dass die Schufa Verbrauchern die Berechnung deren Kreditwürdigkeit nicht ausführlich erklären müsse. Die Klägerin hatte gegen ein Urteil aus dem März 2013 Revision eingelegt. In diesem hatte das Landgericht Gießen die bisherige Auskunftspraxis der Schufa im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes als ausreichend erklärt. Die Revision wurde vom BGH zurückgewiesen. Der BGH hatte sich erstmals mit der Forderung nach einer umfassenden Offenlegung von Schufa-Daten beschäftigt.



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