Immer mehr Geringverdiener entscheiden sich für Riester

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Die Akzeptanz für Riester bei Geringverdienern wächst, die Riester-Zulagenförderung erreicht Rekordniveau.

Riester Rente
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Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) verkündet einen neuen Rekord bezüglich der Zulagenförderung von Riester-Produkten. Nach einer aktuellen Untersuchung wurden 2,6 Milliarden Euro staatliche Zulagen an 10,2 Millionen Riester-Sparer ausgezahlt.

Die endgültigen Zahlen für 2010 konnten erst jetzt publiziert werden, da die konkreten Werte erst nach Ablauf des zweijährigen Zeitraums zur Beantragung der Zulagen ermittelt werden können. Man geht für 2011 von einem weiteren Anstieg aus. Aktuell wurde gemäß DRV bereits eine Zulagen-Förderung von 2,8 Milliarden Euro geleistet, in 2009 lag die Zulage für 9,6 Millionen Personen noch bei rund 2,5 Milliarden Euro.

Haushalte mit Niedrigeinkommen sind wichtige Zielgruppen
Die DRV zieht das erfreuliche Fazit, dass von der staatlichen Förderung der Riester-Rente wichtige Zielgruppen profitieren, besonders die unteren Einkommensklassen. In 2010 lag das Jahreseinkommen bei mehr als 65 Prozent aller Zulagenempfänger unter 30.000 Euro. Nach der Statistik der DRV wird sich dieser Wert in den nächsten Jahren stabilisieren.

Anstieg der Zulageempfänger
Erste Zwischenstände der Beitragsjahre 2011 und 2012 ergeben gerade in der untersten Einkommensklasse (unter 10.000 Euro Jahreseinkommen) mehr Zulageempfänger. Zusätzlich zu den Grundzulagen wurden an 38 Prozent der rund 10 Millionen Zulageempfänger im Beitragsjahr 2010 noch eine Zulage für mindestens ein Kind gezahlt. Gerade für Bezieher von niedrigeren Einkommen und Familien ist die Riester-Rente besonders interessant, diese Berechnungen werden durch die Zahlen der DRV bestätigt. Denn bezogen auf die Zulagenquote als auch auf den Eigenbeitrag werden pro Euro Beitrag für ein Riester-Produkt durchschnittlich 40 Cent staatliche Zulage gezahlt.

Ausschöpfung des individuellen Zulagenanspruchs für Viele unklar
Die DRV sieht noch großen Klärungsbedarf bezüglich der Ausschöpfung des individuellen Zulagenanspruchs, da nach den Aussagen der DRV bei einem nicht unwesentlichen Teil Unklarheit über die Ansprüche besteht.

Im Schnitt hatte ein Zulageempfänger für das Beitragsjahr 2010 Anspruch auf Förderung mit Grundzulage von 125 EUR. Die Ansprüche der Frauen lagen im Schnitt mit 129 Euro um rund 10 Euro höher als bei den Männern. Allerdings wurden nach Angaben der DRV in den letzten Jahren an mehr als 40% der Zulageempfänger nicht die volle Grundzulage in Höhe von 154 Euro gezahlt, ungefähr 17 Prozent erhielten sogar weniger als 50 Prozent der Zulage.

Ansprüche auf die volle Zulage sind an Voraussetzungen geknüpft
Verträge über Riester-Produkte erhalten nur die volle Grund- und Kinderzulage, wenn der sogenannte Mindesteigenbeitrag eingezahlt wird. Dieser liegt seit 2008 bei vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, davon werden die Zulagen des laufenden Jahres abgezogen. Auch bei minimalen Einkommen wird eine Mindesteinzahlung von 60 Euro vorausgesetzt, bei geringerer Zahlung werden die Zulagen anteilig reduziert.

Fördergelder nicht mehr zeitgemäß
Bereits mehrfach hat der GDV eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Riester-Förderung gefordert. Die Förderung der Riester- sowie der Basisrenten befindet sich trotz dynamischer Wirtschafts- und Einkommensentwicklung auf dem Stand von vor zwölf Jahren. Eine fünfte Stufe der Förderung, die die Fördersumme von aktuell 2.100 Euro auf über 2.850 Euro und die Zulagen von 154 Euro auf 200 Euro anhebt, wird als notwendig erachtet. Zudem sollten Selbstständige in den Personenkreis der Förderberechtigten aufgenommen werden.

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