ADAC-Preis wurde bereits seit Jahren manipuliert

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Bereits länger bekannt ist, dass der ADAC seit 2009 die offizielle Teilnehmerzahl für die Ergebnisse des Preises "Gelbe Engel" manipulierte. Allerdings hatten die Betrügereien des Automobilclubs noch größere Ausmaße, auch die Rangfolge der Ergebnisse wurde geändert.

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Bereits länger bekannt ist, dass der ADAC seit 2009 die offizielle Teilnehmerzahl für die Ergebnisse des Preises "Gelbe Engel" manipulierte. Allerdings hatten die Betrügereien des Automobilclubs nach Medienangaben noch größere Ausmaße, auch die Rangfolge der Ergebnisse wurde geändert.

Wirtschaftsprüfer eingesetzt
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte vom Automobilclub beauftragt, die Preisvergabe des "Gelben Engel" der letzten Jahre unter die Lupe zu nehmen. Bisher war nur bekannt, dass die Zahlen, mit denen der VW Golf zum Lieblingsauto der Deutschen gewählt wurde, nach oben hin geschönt wurden.

Präsident Peter Meyer kam mit seinem Rücktritt nach Bekanntwerden der Affäre einem Amtsenthebungsverfahren zuvor. Kommunikationschef Michael Ramstetter gestand die Leserwahl manipuliert zu haben und legte sein Amt ebenfalls nieder.

Bundesverkehrsminister favorisiert für Mitgliederentscheid
Vonseiten der Politiker werden im Zuge der Aufarbeitung tiefer greifende Änderungen verlangt. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sieht eine Beteiligung der ADAC-Mitglieder an der Neubesetzung der Vereinsspitze als Möglichkeit, das ramponierte Renommee des Clubs im freien Fall aufzuhalten. Daher sollten die Mitglieder umfassend in die Neustrukturierung der Führungsriege integriert werden.

VW will Trophäen nicht mehr
Wie angekündigt schickt der Volkswagen-Konzern seine "Gelber Engel"-Trophäen an den Automobilclub zurück. Man habe alle 19 der ersten Plätze in ein Paket gepackt. VW protestiert damit gegen Betrug. VW erklärt durch einen Sprecher, dass in der Vergangenheit kein Grund vorgelegen habe, die Korrektheit des ADAC anzuzweifeln.

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