Wohnimmobilien in Großstädten um bis zu 20 Prozent überbewertet

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Nach dem aktuellen Monatsbericht der Bundesbank hält die seit letztem Jahr bestehende Überbewertungen bei Wohnimmobilien trotz eines Anstiegs an Angeboten an. Besonders betroffen sind die städtischen Immobilienmärkte, hier werden aktuell Überbewertungen zwischen 10 % und 20 % verzeichnet.

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Nach dem aktuellen Monatsbericht der Bundesbank hält die seit letztem Jahr bestehende Überbewertungen bei Wohnimmobilien trotz eines Anstiegs an Angeboten an. Besonders betroffen sind die städtischen Immobilienmärkte, hier werden aktuell Überbewertungen zwischen 10 % und 20 % verzeichnet. Große Ballungsräume weisen noch signifikantere Abweichungen auf, in den Großstädten liegen die Preise bis zu 25 % höher.

Attraktivität für Investitionen erhöhen
Begründet sind die Preise in der weiterhin steigenden Nachfrage nach Wohnraum. Trotz des erweiterten Angebots in den Großstädten und des überwiegenden Abbaus der Leerstände übersteige der Bedarf das Angebot von Wohnraum. Die Bundesbank fordert Preis- und Mietsignale für lohnenswerte Investitionen, um die Anspannung im Wohnimmobilienmarkt zu reduzieren. Regulatorische Eingriffe in neue Mietverträge lehnt sie ab, diese wirkten kontraproduktiv.

Seit 2010 ein Fünftel mehr für Wohnimmobilien
Der Aufwärtstrend in der Preisentwicklung für Wohnimmobilien in Deutschland ist ungebrochen. Laut Berechnungen der Bundesbank auf Basis von Angaben der bulwiengesa AG stiegen in 125 Städten die Preise für Wohnimmobilien gegenüber 2012 um 6 ¼ % an und haben sich somit seit Beginn des allgemeinen Preisauftriebs im Jahr 2010 insgesamt um fast ein Fünftel erhöht. Dies entspricht gemäß der Bundesbank einer durchschnittlichen Rate von knapp 5 ¼ % jährlich.

Kreditvergabe moderat erhöht
Die gesamtdeutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung der Bundesbank von den Preisen für Wohnimmobilien nicht spürbar bedroht. Die Preise seien insgesamt weiterhin nicht deutlich von ihren längerfristigen ökonomischen und demografischen Fundamentalwerten abgewichen. Anhaltspunkte für eine destabilisierende Wechselwirkung zwischen Immobilienpreissteigerungen und Kreditvergabe lägen nicht vor. Nach Informationen des Monatsberichts seien die Vergabe von Wohnungsbaukrediten der Banken an private Haushalte mit 2 ¼ % erneut vergleichsweise moderat gestiegen, zu knapp 2 % im Jahr 2012. Zusätzlich hätten die Banken die Standards zur Kreditvergabe in 2013 leicht erhöht.

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