Arbeitslosenversicherung wir durch Rente ab 63 entlastet

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Durch frühere Rente entfallen Zahlungen aus der Arbeitslosenversicherung, Ersparungen bis zu 200 Millionen Euro sind möglich.

Rente
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Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, erklärte bezüglich der Berichterstattung über mögliche Belastungen der Bundesagentur für Arbeit durch die Rente ab 63 den Entlastungseffekt der Arbeitslosenversicherung. Durch die geplanten Reformen ist es einem Teil der älteren Arbeitslosen ab 63 Jahren möglich, eine Rente ohne Abschläge zu beziehen. Bei einem Wechsel in die Rente entfallen die Zahlungen des Arbeitslosengeldes, die von der Bundesagentur für Arbeit auf 390 Millionen Euro geschätzt werden. Die aufgrund der Verkürzung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung entstehenden Beitragsmindereinnahmen werden auf rund 200 Millionen Euro geschätzt. Diese könnten nach Buntenbach mehr als kompensiert werden.

Missbrauch durch Arbeitgeber soll verhindert werden
Eine potenzielle Mehrbelastung der Arbeitslosenversicherung ist nur bei Missbrauch durch die Unternehmen möglich, falls die Rente ab 63 zu Massenentlassungen unter älteren Beschäftigten führt. Da eine substanzielle Begründung durch die Bundesagentur für Arbeit nicht möglich ist, wurden unterschiedliche Szenarien für die Inanspruchnahme der Rente ab 63 kalkuliert.

Wiedereinführung der Erstattungspflicht
Falls 25 Prozent der Anspruchsberechtigten bereits zwei Jahre vor Rentenbeginn (mit 61 Jahren) arbeitslos werden, liegen die von der Bundesagentur geschätzten Kosten mit 1,6 Milliarden Euro im oberen Bereich. Doch durch die Verpflichtung der Arbeitgeber zur Kostenübernahme für den Fall der Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit der Rente ab 63 könnte und müsste diese Mehrkosten vermieden werden. Und dann bleibt der positive Entlastungseffekt für die Arbeitslosenversicherung bestehen.

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