Jetzt Resturlaub bis Ende März sichern

  1. Gesetz & Arbeitsrecht
  2. Tarifeverzeichnis



Wer noch Resturlaub aus dem Vorjahr hat, sollte sich sputen: nach dem 31. März droht der Urlaub ersatzlos zu entfallen!

Arbeitnehmer
© Fotografiesbg - Fotolia
Das Bundesurlaubsgesetz (BurlG) regelt den Anspruch deutscher Arbeitnehmer auf bezahlten Erholungsurlaub und legt außerdem ein jährliches Minimum fest. Es gilt für alle Angestellten, Arbeiter und arbeitnehmerähnliche Personen, die aufgrund wirtschaftlicher Abhängigkeit von einem Auftraggeber analog zu behandeln sind. Zudem definiert das Gesetz die Bemessung des Urlaubsentgelts sowie das Jahresende als Verfallsdatum des Urlaubsanspruches.

Minimum: 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche
Das bedeutet allerdings, dass die Samstage als Werktage gezählt werden. Daraus ergibt sich für diejenigen, die an fünf Tagen pro Woche arbeiten, ein Urlaubsanspruch von mindestens 20 Arbeitstagen im Jahr. Der Gesetzgeber lässt dabei tarifvertragliche oder betriebliche Vereinbarungen außen vor. Eine Auszahlung des Mindesturlaubs durch den Arbeitgeber ist übrigens nur für den Fall des Ausscheidens gestattet.

Urlaubsansprüche durch schriftliche Vereinbarungen sichern
Was aber, wenn der Jahresurlaub infolge Krankheit, Urlaubssperre oder betrieblicher Erfordernisse eben nicht bis zum 31.12. genommen werden kann?

Zunächst kann man den Urlaub auf die ersten drei Kalendermonate des Folgejahres übertragen, also bis zum 31. März. Damit der Vorjahresanspruch nicht ersatzlos entfällt, ist dieser Stichtag unbedingt einzuhalten. Sofern private Gründe eine Mitnahme der Urlaubstage ins Folgejahr bedingen, sollte dies mit dem Arbeitgeber im Idealfall schriftlich vereinbart werden.

Anders als noch vor einigen Jahren haben nach aktueller Rechtsprechung Arbeitnehmerinnen auch nach mehreren aufeinanderfolgenden Elternzeiten unveränderten Anspruch auf zuvor erlangten Resturlaub.
Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren:



Weiterführende Informationen: