Bankgeheimnis für Ausländer in der EU entfällt

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Kommunikation innerhalb der EU zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung soll verbessert werden.

Die EU-Staaten fanden eine Lösung zur europaweiten Bekämpfung von Steuerdelikten. Selbst Österreich und Luxemburg stimmten nach langem Protest einem umfassenden Austausch von Steuerdaten in der EU zu. Bisher hatten diese beiden Länder das Bankgeheimnis für Ausländer gewahrt und nur eine pauschale anonyme Quellensteuer von 35 Prozent erhoben.

Österreicher und Luxemburger blockierten
Luxemburg und Österreich hatten sich lange gegen den Wunsch nach Lockerung des Bankgeheimnisses der anderen Mitgliedstaaten gewehrt. Künftig wird das entsprechende Finanzamt sofort über Zinsen, die ein Bürger dieses Staates mit einem Konto in einem anderen EU-Land erwirtschaftet, sofort informiert. Die Steuerbehörden der EU-Staaten planen eine verbesserte und eine intensivere Kommunikation untereinander. Gewinne aus Lebensversicherungen oder Investmentfonds sowie Aktiendividenden sollen ebenfalls gemeldet werden.

Auch Drittländer wie die Schweiz sollen an Bord
Durch den Widerstand aus Wien und Luxemburg gegen die verschärfte Zinsbesteuerung verzögerte sich die Neuregelung bis jetzt – geplant war die Novellierung bereits für Ende des vergangenen Jahres. Auch Drittländer wie die Schweiz sollen einbezogen werden, entsprechende Verhandlungen sind bereits aufgenommen worden.

Verluste durch Steuerbetrug verringern
Durch die Neuregelung soll vermieden werden, dass den EU-Staaten nach Angaben der EU-Kommission jährlich eine Billion Euro durch Steuervermeidung und Steuerbetrug entgeht. Geplant ist das in Kraft treten der reformierten Zinsrichtlinie nach früheren Angaben zum 1. Januar 2017.


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