Postbank: Wertentwicklungen von Metallen verläuft unterschiedlich

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Im aktuellen Jahr verlief die Preisentwicklung der Industriemetalle sehr heterogen und mit fast allen Notierungen unter dem Vorjahresniveau weitestgehend enttäuschend. Allerdings geht die Postbank mit signifikanten Preisanpassungen im weiteren Jahresverlauf aus.

Im aktuellen Jahr verlief die Preisentwicklung der Industriemetalle sehr heterogen und mit fast allen Notierungen unter dem Vorjahresniveau weitestgehend enttäuschend. Allerdings geht die Postbank mit signifikanten Preisanpassungen im weiteren Jahresverlauf aus. Marco Bargel, Chef-Anlagestratege der Postbank geht von einer Preissenkung bei Nickel aus, während er Kupfer und Eisenerz im Gewinnpotenzial sieht. Generell erwartet er eine Angleichung der bislang sehr unterschiedlichen Preisentwicklungen.

Höhere Gewinnerwartungen für Kupfer- und Eisenerz
Während der Kupferpreis seit dem Jahreswechsel stetig nachgab, rutschte er im März 2014 sogar massiv ab und fiel innerhalb von knapp zwei Wochen um gut 650 US-Dollar auf weniger als 6500 US-Dollar pro Tonne. Dies ergibt das geringste Niveau seit Mitte 2010. Aus fundamentaler Sicht ist dieser starke Rückgang jedoch überzogen, man geht bei der Postbank von einer mittelfristigen Preiserholung aus. Die sinkende Dynamik des Lageraufbaus Chinas bei kürzlicher Bestätigung des Wachstumsziels von 7,5 Prozent bestätigte, sowie sinkende Kupferlagerbestände an der Londoner Metallbörse (LME) werden der Preisentwicklung zugutekommen. Bargel sieht in diesen Faktoren ein Zeichen, für eine Erholung des Kupferpreises in den nächsten Monaten.
Die konjunkturelle Entwicklung Chinas beeinflusst den Preis von Eisenerz in ähnlicher Weise, da dieser der Hauptabnehmer des Rohstoffs ist. Im bisherigen Jahresverlauf gab er um gut 17 Prozent auf 110 US-Dollar pro Tonne nach. Obwohl eine kurzfristige Trendumkehr nicht zu erwarten ist, geht man einer Preisstabilisierung von oberhalb 100 US-Dollar pro Tonne aus.

Sondereffekte bedingen Preisanstieg bei Nickel
Gegenüber anderen Metallen ging der Nickelpreis seit Jahreswechsel nur noch aufwärts, erklärt Bargel. Der Tonnenpreis stieg von Ende 2013 von knapp 14000 US-Dollar auf über 16.000 US-Dollar. Allerdings ist die Preisexplosion durch ein Verbot von Rohstoffexporten der indonesischen Regierung und der Krimkrise begründet. Russland und Indonesien sind die zwei größten Nickelproduzenten. Der massive Preisanstieg ist trotz beider Sondereffekte übertrieben und man geht mittelfristig von einer unterjährigen Korrektur des Nickelpreises aus.

Goldpreise stiegen
In den letzten Wochen stieg der Goldpreis messbar an. Allerdings hängt er nicht wie bei den Industriemetallen von konjunkturellen Faktoren ab, lediglich etwa 20 Prozent des nachgefragten Golds werden industriell genutzt. Der Anstieg der letzten Wochen ist begründet durch die Funktion des Goldes als "Krisenwährung". Bisher sieg der Goldpreis durch die höhere Nachfrage um gut zehn Prozent auf aktuell 1.330 US-Dollar pro Feinunze und beendete somit den Ende 2012 begonnenen Abwärtstrend vorerst.

Kurzfristiger Anstieg
Allerdings ist die Dauer dieser Entwicklung fraglich, da die Goldnachfrage mit steigendem Sicherheitsgefühl der Märkte zurückgeht. Es gab bereits den ersten Hinweis: Der Goldpreis gab Mitte März innerhalb von vier Tagen um knapp 4 Prozent nach.

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