Privat Krankenversicherte erhalten bessere Arzneimittelversorgung

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Das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) legte eine Studie zur „Arzneimittelversorgung der Privatversicherten 2012“ vor. Demnach genießen Privatversicherte eine deutlich bessere Arzneimittelversorgung als Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen.

Tabletten
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Die WIP-Studie legt knapp 53 Millionen Arzneimittelverordnungen im Jahr 2012 zugrunde. Diese Verordnungen wurden bei 14 privaten Krankenversicherungen zwecks Kostenerstattung eingereicht. Diesen 14 Krankenkassen sind etwa drei Viertel der Privatversicherten angehörig. Die Studie gibt genaueren Aufschluss über die Arzneimittelversorgung in Deutschland, denn sie liefert die fehlenden Vergleichswerte zum Arzneiverordnungs-Report der gesetzlichen Kassen.

Passgenauere Verordnungen in der PKV
Ärzte von Privatversicherten sind hinsichtlich Rabattverträgen und Richtlinien nicht die Hände gebunden, wenn es um die bestmögliche Versorgung ihrer Patienten geht. So kann der Arzt die am besten geeignete Therapie wählen, unter Berücksichtigung der tatsächlichen Bedürfnisse seiner Patienten – ohne auf den Preis eines Medikaments achten zu müssen. Wie die Studie zeigt, haben die nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) geltenden Rabatte deutliche Nachteile für gesetzlich Versicherte. So wird zum Beispiel das wichtige und teure Medikament Zytiga® zur Therapie von Prostatakrebs bei gesetzlich versicherten Patienten nur halb so oft verordnet wie bei privat Versicherten.

Durchschnittliche Medikamentenkosten bei PKV-Versicherten höher
Die Versorgungsunterschiede privat versicherter Patienten sind an den Kosten der verordneten Medikamente deutlich messbar. Diese liegen bei privat Versicherten rund 30 Prozent höher.

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