Pflegeversicherung: SPD-Gesundheitsexperte rechnet mit steigenden Beiträgen

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Die steigenden Pflegekosten sollen in Zukunft durch höhere Beiträge in der Pflegeversicherung kompensiert werden. Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, prognostiziert einen Beitragsanstieg von bis zu 100 Prozent bis zum Jahr 2050.

Derzeit zahlen Kinderlose für die Pflegeversicherung 2,3 Prozent, Versicherte mit Kindern 2,05 Prozent des Bruttolohns. In den nächsten Jahren sollen die Beiträge laut Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot schrittweise angehoben werden. Geplant ist ein Anstieg um 0,5 Prozent. Lauterbach sprach gegenüber dem Deutschlandfunk von massiven Steigerungen der Beiträge zur Pflegeversicherung, wobei er eine Verdoppelung der heutigen Beiträge bis zum Jahr 2050 nicht ausschließt. Im Gegenzug für die Beitragssteigerungen verspricht die Koalition spürbare Leistungsverbesserungen.

Leistungen in der Pflegeversicherung: Diese Neuerungen sind geplant
Die Koalition plant eine stärkere Berücksichtigung psychischer und geistiger Einschränkungen bei der Bewertung der Pflegebedürftigkeit. Zudem sollen nicht wie bisher drei, sondern insgesamt fünf Pflegestufen gelten. Bevor es zu einer Einführung der Neuerungen in ganz Deutschland kommt, sollen diese in einzelnen Regionen getestet werden. Weiterhin ist geplant, Angehörige während der zehntägigen Familienpflegezeit finanziell zu unterstützen. Die finanzielle Leistung soll wie beim Kinderkrankengeld 70 Prozent vom Bruttolohn betragen.

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