Freie Anwaltswahl für Rechtsschutzversicherte wichtigstes Merkmal

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Wichtigstes Kriterium der Versicherten bei der Rechtsschutzversicherung ist das Recht auf freie Wahl eines Anwalts, selbst bei höheren Beiträgen.

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Nach der aktuellen Studie „Trends für Rechtsschutzversicherungen“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov ist das wichtigste Kriterium von Privatkunden das Recht auf freie Anwaltswahl bei beim Thema Rechtsschutzversicherungen. Selbst ein höherer Beitrag wird von 45 Prozent der Befragten hierfür zu akzeptiert. Jeder fünfte Versicherungsmakler geht in diesem Kontext ebenfalls von einer erweiterten Zahlungsbereitschaft aus.

Keine Leistungsbegrenzung gewünscht
Die zweite Priorität legen die Befragten auf eine unbegrenzte Deckungssumme. Hier sind zwei von fünf Privatkunden bereit, mehr Beitrag für diese Leistung zu zahlen, insbesondere diejenigen, die in den letzten fünf Jahren einen Leistungsfall hatten, halten diese zwei Merkmale für bedeutungsvoll. Die Studie belegt ebenfalls die Wichtigkeit des Besitzes einer Rechtsschutzversicherung, ungefähr die Hälfte der der potenziellen Kunde wurde in der Vergangenheit mit einer Situation konfrontiert, in der der Wunsch nach einer solchen aufkam.

Knapp 50 Prozent der Deutschen sind rechtschutzmäßig abgesichert
Derzeit besitzen knapp die Hälfte der 55 Millionen deutschen Versicherungsentscheider eine Rechtsschutzversicherung (Quelle: YouGov Kundenmonitor Assekuranz). Nach YouGov Kundenmonitor e-Assekuranz werden jährlich circa 600.000 Neuverträge policiert. Allerdings gehört die Rechtsschutzversicherung mit einer Combined Ratio (Verhältnis von Aufwendungen für Versicherungsbetrieb und Versicherungsleistungen zu abgegrenzten Prämien) von 96,7 Prozent trotz der vielen Verträge nicht zu den profitabelsten Versicherungsprodukten. Die im Verhältnis recht hohe Combined Ratio ist hauptsächlich darin begründet, dass für jede dritte Rechtsschutzversicherung in den letzten fünf Jahren mindestens ein Schaden mit einer durchschnittlichen Schadenssumme von 310 Euro beglichen werden musste (Quelle: YouGov Kundenmonitor Assekuranz 2012, Highlight-Bericht Schadenregulierung).

Schäden können vorausgesagt werden
Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov, erklärt, dass sich die Schadenhäufigkeit eines Kunden zu einem relevanten Teil anhand von faktischen und psychographischen Personenmerkmalen vorhersagen lasse. Die Identifikation wertvoller Kunden könne mit einem entsprechenden Profiling, wie in der Studie ausgearbeitet wurde, unterstützt werden. Zusätzlich zu den konkreten Produkterwartungen der Endkunden und Makler an Rechtsschutzversicherungen, der Markenwahrnehmung oder den Abschlusswegen klärt die YouGov Studie „Trends in der Rechtsschutzversicherung" zusätzlich auch, wie Anbieter von Rechtsschutzversicherungen wertvolle und weniger wertvolle Kunden auf den ersten Blick unterscheiden können.

Für die Studie wurden insgesamt 1.500 Rechtsschutzversicherte und Rechtsschutzinteressierte sowie 200 Versicherungsmakler vom 25.02 bis 13.03.2014 befragt.


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