Große Unterschiede in puncto Preis und Angebot bei Supermärkten

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Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv 15 Lebensmittelmarktketten auf Service und attraktive Preise. Untersucht wurden 15 überregionale Lebensmittelmarktketten, mindestens über 50 Filialen in Deutschland verfügen. Die Beurteilung des Services erfolgte nach je zehn verdeckten Filialbesuchen vor Ort.

Preis und Service – beides ist den Verbrauchern heutzutage wichtig. Für günstige Preise werden ungern Abstriche in Sachen Service gemacht. Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv 15 Lebensmittelmarktketten auf Service und attraktive Preise. Untersucht wurden 15 überregionale Lebensmittelmarktketten, mindestens über 50 Filialen in Deutschland verfügen. Die Beurteilung des Services erfolgte nach je zehn verdeckten Filialbesuchen vor Ort. Besonderen Wert wurde auf das zur Verfügung stehende Angebot, die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Wartezeiten sowie die Gestaltung und Sauberkeit der Filialen gelegt. Zudem wurde in Kooperation mit dem Preiszeiger Wirtschaftsinformationsdienst eine umfassende Preisanalyse für einen festgelegten Warenkorb erstellt. Von 15 untersuchten Unternehmen fielen sieben in die Kategorie Discounter, durch eine Zusatzauswertung wurde der beste Discounter bewertet.

Preisschwankungen bei Obst und Gemüse
Besonders bei Ost und Gemüse machten sich bei den einzelnen Ketten deutliche Preisunterschiede bemerkbar. Bei einem Kilogramm Kartoffeln gab es Preisschwankungen zwischen 30 Cent und 1,99 Euro. Ebenso unterlagen die Preise für Möhren, Zitronen und Bananen großen Preisspannen. Obwohl sich wie erwartet die getesteten Discounter beim Preistest auf den vorderen Rängen tummelten, punktete auch ein Lebensmittelmarkt mit Vollsortiment beim Niedrigpreis, einige Produkte wurden sogar günstiger als vom Discounter angeboten. Der Warenkorb mit vorab festgelegten 27 Produkten konnte beim günstigsten Anbieter für knapp 22 Prozent günstiger erworben werden, als beim teuersten Anbieter.

Kompetenzunterschiede zwischen billig und teuer
Servicemäßig überzeugte die Branche, vor allem durch ein ansprechendes Filialumfeld. Während besonders die Sauberkeit der Filialen, das gepflegte Erscheinungsbild und die Freundlichkeit der Mitarbeiter auffielen, gab es einige Probleme mit deren Kompetenz. Fragen zu den angebotenen Produkten wurden häufig unvollständig und teilweise falsch beantwortet. In einigen Menschen gestaltete sich die bereits Suche nach einem Ansprechpartner schwierig. Die Mitarbeiter der Discounter zeigten sich dabei deutlich weniger kundenorientiert als Angestellte teurerer Lebensmittelmärkte. Des weiteren war das Angebot der preisintensiveren Anbieter umfangreicher und vielfältiger.

Platz eins nicht an einen Discounter
Den ersten Platz der Studie belegte Kaufland, mit einem sehr guten Service und attraktiven Preise. Der Preis für den festgelegten Warenkorb unterschritt sogar die Preise der meisten Discounter. Weiterhin punktete das Unternehmen durch Bedientheken in allen Filialen und der übersichtlichen Anordnung der Produkte in gut befüllten Regalen. Den zweiten Platz belegte Hit. Das Einkaufen macht im sauberen und ansprechenden Umfeld mit freundlichen und motivierten Mitarbeitern einfach Spaß. Auch beim Preistest schnitt Hit als zweitgünstigster Vollsortimenter ab. Platz drei wurde von Marktkauf erreicht, beim besten Abschneiden im Servicetest. Die Angestellten hilfsbereiten bearbeiteten Beschwerden professionell, Fragen wurden verständlich beantwortet. Der beste Discounter war Penny-Markt. Durch die sauberen und ansprechend gestalteten Verkaufsräume wurde dieser Platz gerechtfertigt. Der Preis des Warenkorbs brachte Penny unter allen Lebensmittelmärkten den fünften Rang ein.




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