Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland auf höchstem Stand seit 15 Jahren

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Nach einem Bericht von tagesschau.de liegt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren. Alle dreieinhalb Minuten wird in Deutschland in Wohneigentum eingebrochen.

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Nach einem Bericht von tagesschau.de liegt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren. Alle dreieinhalb Minuten wird in Deutschland in Wohneigentum eingebrochen. Die "Welt am Sonntag" berichtet (unter Berufung auf die noch unveröffentlichte Kriminalstatistik 2013) von einem Anstieg um 3,7 Prozent auf 149.500 Fälle. In 2012 wurden insgesamt 144.000 Einbrüche von der Polizei registriert. Die Gesamtzahl der Einbrüche erhöhte sich in den vergangenen fünf Jahren um 33 Prozent.

Allerdings sehen Experten trotzdem keinen Grund zur Panik, da in früheren Jahren bereits deutlich höhere Zahlen vorkamen. So gab in es in 1993 laut Kriminalstatistik 227.090 Einbruchsfälle.

Bandenkriminalität als Ursache des Anstiegs?
Nach Vermutungen des Kriminologen Thomas Feltes von der Ruhr-Universität Bochum trägt unterschiedliche Datenerfassung zu den veränderten Zahlen bei. Die seit Jahren ansteigenden Zahlen werden von Ermittlern hingegen mit gut organisierten Einbrecherbanden begründet. So spricht das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt von zunehmender Anzahl von überregional und arbeitsteilig vorgehenden mobile Intensivtätern und Banden, die als Tatverdächtige ermittelt werden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will die Kriminalstatistik 2013 in Kürze offiziell vorstellen.

Steigende Kosten für die Versicherungen
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert die Kosten für Einbruchsschäden 2013 mit rund 480 Millionen Euro, dies ist ein Rekordniveau. Somit ergibt sich 3300 Euro pro Einbruch. Durch die immer größere Anzahl von teuren elektronischen Geräten wie Digitalkameras, Laptops, Mobiltelefone und Tablet-Computer begründet sich laut dem Vorsitzenden der GDV-Hauptgeschäftsführung, Jörg von Fürstenwerth, die hohe Schadenssumme.

Bonn an der Spitze
In der Einbruchsrangfolge der Städte liegt laut der "Welt am Sonntag" Bonn auf dem ersten Platz mit 563,8 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Aachen und Köln. Augsburg mit lediglich 53,9 Einbrüchen je 100.000 Einwohner ist die sicherste Stadt. Im Ländervergleich ist ein Nord-Süd-Gefälle zu bemerken: Die Bürger von Bayern (51) und Thüringen (54,5) sind nach der Statistik am sichersten. Besonders gefährdet sind die Einwohner der Stadtstaaten Bremen/Bremerhaven (525,2), Hamburg (399,2) und Berlin (342,7).

Schlechte Aufklärungsquote
Obwohl die Aufklärungsquote bei der Gesamtkriminalität laut Bericht 54,5 Prozent beträgt, werden nur 15,5 Prozent aller Wohnungseinbrüche gelöst – die entspricht dem schlechtesten Wert seit Mitte der 1990er Jahre.

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