Rezessionswahrscheinlichkeit in Deutschland leicht gesunken

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Gemäß des Konjunkturindikators des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung liegt das Rezessionsrisiko für die deutsche Wirtschaft nach erneutem Absinken insgesamt sehr gering.

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Gemäß des Konjunkturindikators des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung liegt das Rezessionsrisiko für die deutsche Wirtschaft nach erneutem Absinken insgesamt sehr gering. Das IMK-Frühwarninstrument weist für den Zeitraum von Juni bis Ende August 2014 eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 5,3 Prozent aus. Diese lag im Mai noch bei 8,4 Prozent. Die Rezessionswahrscheinlichkeit nach dem Ampelsystem des Indikators liegt weiterhin im „tiefgrünen Bereich“ (geringes Risiko unter 30 Prozent).

Industrieproduktion bildet Datengrundlage
Der Datenstand von Anfang Juni bildet die Grundlage zur aktuellen Vorhersage. Bei seinem Indikator nutzt das IMK die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, da hier die Reaktion auf einen Nachfrageeinbruch schneller erfolgt als beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft bilden die Grundlagen der Gleichungen des Indikators. Zusätzlich werden Stimmungsindikatoren berücksichtigt.

Positive Erwartungen für die Zukunft
Die gestiegene Nachfrage aus dem Ausland ist nach Analyse des IMK Grund für die leichte Abnahme der Rezessionswahrscheinlichkeit. Besonders der Auftragsumfang aus dem Euroraum zog in den letzten Wochen signifikant an. Die Konjunkturprognose des IMK wird durch die niedrige Rezessionswahrscheinlichkeit gestützt. Für 2014 rechnen die Düsseldorfer Forscher mit einem Aufschwung und einer BIP-Zunahme um 1,6 Prozent. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum in 2015 liegt bei 2,4 Prozent.


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