Mehr Asylbewerber in Deutschland

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg die Zahl der Leistungsbezieherinnen und -bezieher seit dem Jahr 2010 zum vierten Mal in Folge. Gegenüber 2012 bedeutete dies mit 225 000 Beziehern von Asylbewerberleistungen nach dem AsylbLG ein Plus von 36 Prozent.

Geld
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Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) stieg die Zahl der Leistungsbezieherinnen und -bezieher seit dem Jahr 2010 zum vierten Mal in Folge. Gegenüber 2012 bedeutete dies mit 225 000 Beziehern von Asylbewerberleistungen nach dem AsylbLG ein Plus von 36 Prozent.

2013 waren 61 Prozent der Leistungsempfänger männlich, 31 Prozent waren noch nicht volljährig, 67 Prozent lagen altersmäßig zwischen 18 und 64 Jahren und 2 Prozent waren 65 Jahre oder älter.

Mehrzahl der Empfänger stammen aus Asien
Während 41 Prozent der Leistungsbezieher 2013 aus Asien stammten, kamen 38 Prozent aus Europa und 17 Prozent aus Afrika. Bei 4 Prozent war die Herkunft unbekannt. Von der Mehrzahl der 92 000 Asiaten besaßen 18.000 Menschen die afghanische Staatsangehörigkeit, jeweils 12.000 Personen kamen aus dem Irak oder Syrien. Die Mehrheit der 86 000 europäischen Leistungsempfänger besaß (40 000 Personen) einen serbischen, kosovarischen oder montenegrinischen Pass oder einen der Vorgängerstaaten (Bundesrepublik Jugoslawien beziehungsweise Serbien und Montenegro). Aus der Russischen Förderation kamen 17 000 Hilfebezieher und aus Mazedonien 10 000.

Asylleistungen decken Grundbedarf
Durch die Regelleistungen nach dem AsylbLG erhalten die Leistungsberechtigten überwiegend Sachleistungen zur Deckung des Bedarfs an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts. Zusätzlich wird ein monatliches Taschengeld für persönliche Bedürfnisse ausgezahlt.

Geld statt Sachleistungen
Sind die gesetzlichen Voraussetzungen nach Paragraf 2 AsylbLG erfüllt, erhalten die Leistungsberechtigten anstatt der Grundleistungen erhöhte Sätze in Form der Hilfe zum Lebensunterhalt entsprechend den Leistungen des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) gewährt. In 2013 erhielten 84 Prozent der Regelleistungsempfänger Grundleistungen, 16 Prozent wurde Hilfe zum Lebensunterhalt gewährt.

Zusätzliche Leistungen
Das AsylbLG sieht für spezielle Bedarfssituationen besondere Leistungen vor, so bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt. Diese wurden in 2013 für 66 000 Personen erbracht, überwiegend gleichzeitig zu den Regelleistungen. Knapp 1 000 Empfänger davon hatten ausschließlich Anspruch auf besondere Leistungen.

Die Ausgaben des Staates für Sozialleistungen in 2013 betrugen gut 1,5 Milliarden Euro brutto und überstiegen die Leistungen des Vorjahres über ein Drittel (38 Prozent). 76 Prozent der Ausgaben wurden für Regelleistungen verwendet, 24 Prozent für besondere Leistungen.

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