Gesetzliche Krankenversicherung: Höhere Beitragsbemessungsgrenzen ab 2015

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Für die gesetzliche Krankenversicherung steigt die BEitragsbemessungsgrenze ab 2015 von aktuell 48.600 Euro auf 49.500 Euro im Jahr, d. h., Arbeitnehmer müssen von diesem Betrag Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen und somit wird die Belastung für gutverdienende Angestellte im kommenden Jahr spürbar höher.

Nach Beschluss des Bundeskabinetts steigen die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherung. Für die gesetzliche Krankenversicherung steigt diese dann von aktuell 48.600 Euro auf 49.500 Euro im Jahr, d. h., Arbeitnehmer müssen von diesem Betrag Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen und somit wird die Belastung für gutverdienende Angestellte im kommenden Jahr spürbar höher. Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigt ebenfalls von derzeit 53.550 Euro auf 54.900 Euro jährlich, somit müssen Arbeitnehmer also deutlich mehr verdienen, um sich privat krankenversichern zu können.

Renten- und Arbeitslosenbeiträge ebenfalls höher
Außerdem werden die Werte für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung erhöht. Diese steigen in den alten Bundesländern auf 72.600 Euro, in den neuen Ländern auf 62.400 Euro. Das neue jährliche Durchschnittsentgelt in der Rentenversicherung beträgt 34.999 Euro. Versicherte erwerben in dieser Höhe erwerben einen Rentenpunkt für ihre Rentenansprüche.

Kein Ausgleich möglich
Die höheren Bemessungsgrenzen können von Gutverdienern nicht durch sinkende Beitragssätze ausgeglichen werden. Lediglich bei der Rentenversicherung könnte der Beitragssatz um bis zu 0,3 Prozentpunkte fallen. Allerdings wird der Beitrag zur Pflegeversicherung im nächsten Jahr um 0,3 Prozentpunkte erhöht. Der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung sinkt um 0,9 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent. Allerdings nimmt der Schätzerkreis aus Experten von Bundesversicherungsamt, Bundesgesundheitsministerium und GKV-Spitzenverband an, dass die Mehrzahl der Kassen diese Differenz in Form eines gleichhohen Zusatzbeitrages von ihren Versicherten einfordern werden. Somit läge der Gesamtbeitrag damit durchschnittlich bei unverändert 15,5 Prozent.

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