AOK PLUS senkt Beitragssatz als erster gesetzlicher Krankenversicherer

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Die versicherten Arbeitnehmer der AOK Plus profitieren im kommenden Jahr von einem höheren Nettogehalt von bis zu knapp 300 €.

Als erste deutsche gesetzliche Krankenkasse wird die AOK PLUS ihren Beitragssatz zum Beginn des kommenden Jahres senken, und zwar von aktuell 15,5 % auf dann 14,9 %. Ein entsprechender Beschluss wurde anlässlich der Sitzung der Versicherten- und Arbeitgebervertreter des Verwaltungsrates in Waldheim gefasst und bekannt gegeben.

Ab 2015 neue Zusammensetzung der Beitragssätze

Die Gesundheitsreform sieht für 2015 eine neue Zusammensetzung der Beiträge vor. Nach wie vor zahlen ab dem kommenden Jahr Arbeitgeber wie Arbeitnehmer zu gleichen Teilen jeweils 7,3 %. Anstelle des derzeit noch einheitlichen Sonderbeitrags in Höhe von 0,9 % werden jedoch ab 2015 einkommensabhängige Zusatzbeiträge fällig, deren Höhe die Kassen in Abhängigkeit ihrer jeweiligen Finanzsituation festlegen können.

Während also andere gesetzliche Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag bei 0,9 % belassen wollen, will die AOK PLUS künftig lediglich 0,3 % erheben. Für AOK PLUS versicherte Arbeitnehmer bedeutet dies eine Entlastung um bis zu 297 € per annum. Durchschnitts- und Geringverdiener sparen im Kalenderjahr bei einem Bruttogehalt von monatlich 2.000 € somit 144 €, bei einem Bruttogehalt von 1.000 € immerhin 72 €.

Deutliche Entlastung soll ein Zeichen setzen

Sven Nobereit, der alternierende Verwaltungsratsvorsitzende der AOK PLUS, berichtete von seiner finanziell vorbildlich aufgestellten Versicherung, die das laufende Jahr abermals mit einem Plus abschließen werde und auch für die nächsten Jahre gut gerüstet sei. Daher, so Nobereit, setze die AOK ein Zeichen. Sie übernimmt sozusagen die Vorreiterrolle.

Ihren 2,7 Millionen Versicherten will die Kasse im kommenden Jahr zudem mehr Geld für die Gesundheit zur Verfügung stellen. Mit einem Topf von insgesamt 9,05 Milliarden Euro werden rechnerisch 5,6 % mehr Leistungen angeboten. So hat es der Verwaltungsrat im Haushalt für das neue Jahr verabschiedet.

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