BKK-Studie: Arbeitnehmer häufiger krankgeschrieben

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Laut einer Studie der Betriebskrankenkassen BKK wurde bei den Fehlzeiten der Arbeitnehmer ein Anstieg von 12,4 Tagen 2006 auf 17,6 Tage 2013 verzeichnet.

Arbeitnehmer
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Einer Studie der BKK zufolge stiegen die Fehlzeiten der Versicherten innerhalb von 7 Jahren von 2006 bis 2013 im Durchschnitt von 12,4 Tagen auf 17,6 Tagen jährlich an.

Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern
Im Hinblick auf die Fehlzeiten der Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit wurden zudem deutliche regionale Differenzen festgestellt. Demnach sind Arbeitnehmer bzw. Versicherte in der BKK in Baden-Württemberg nur 15,4 Tage jährlich krank, in Bayern liegt die Zahl der Krankheitstage der Arbeitnehmer bei jährlich 16,1 Tage. In Brandenburg wurde mit 21,9 Tagen Krankenstand im Jahr der höchste Wert festgestellt, in Sachsen-Anhalt liegt die Anzahl der durchschnittlichen Krankheitstage bei 21,6 Tagen pro Jahr.
Diese Differenzen zwischen den Bundesländern stehen laut der Studie in direkter Relation zur Altersstruktur der jeweiligen Bundesländer. In Baden-Württemberg und Bayern sind die Versicherten in der BKK am jüngsten, dagegen verzeichnet Sachsen-Anhalt das höchste Durchschnittsalter der BKK-Versicherten.

Langwierige und chronische Krankheiten als Grund für die steigenden Fehlzeiten
Die Tendenz der immer weiter ansteigenden Fehlzeiten der Arbeitnehmer wird vom BKK-Dachverband hauptsächlich auf langwierige und chronische Erkrankungen zurückgeführt. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind der Studie zufolge der Grund für 25 Prozent der Fehlzeiten. 16 Prozent werden durch Atemwegserkrankungen verursacht und 15 Prozent der Fehltage resultieren durch psychische Störungen.

Enormer Anstieg der Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen
Seit 1976 wurde ein Anstieg der Fehlzeiten pro Versichertem aufgrund psychischer Erkrankungen von 0,5 auf 2,6 Fehltagen im Durchschnitt verzeichnet. Arbeitnehmer mit psychischen Leiden haben zudem mit 38 Tagen die längsten Ausfallzeiten. Arbeitnehmer mit Tumorerkrankungen haben mit 35 Tagen die zweitlängsten Ausfallzeiten, Herz-Kreislauferkrankungen führen zu 22 Ausfalltagen und Rückenleiden zu 20 Tagen.


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