Auch 2016 steigen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung

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Auch 2016 müssen sich gesetzlich Versicherte in Deutschland wieder auf steigende Beiträge für ihre Krankenkasse einstellen.

Nachdem der allgemeine Beitragssatz für die gesetzlichen Krankenversicherungen auf 14,6 Prozent festgelegt wurde, erheben die meisten Kassen einen Zusatzbeitrag, der von den Arbeitnehmern alleine getragen werden muss. Der allgemeine Beitrag wird zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern übernommen.

Trotzdem haben sich die finanziellen Belastungen für viele Versicherte reduziert. Leider wird die Entlastung nicht von Dauer sein, denn nach Berichten des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" werden sich die Beiträge bereits ab dem nächsten Jahr massiv erhöhen. Der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem von der Universität Düsseldorf geht in seinen Berechnungen davon aus, dass die Zusatzbeiträge sich von derzeit durchschnittlich knapp 0,9 auf dann 1,15 Prozent des Bruttolohns erhöhen, für 2017 rechnet er sogar mit einem Anstieg auf 1,4 Prozent.

Nur kurzfristige Entlastung
Durch die – von mehr als der Hälfte der insgesamt 123 gesetzlichen Kassen angekündigten – Beitragsreduzierungen, profitieren die Arbeitnehmer. Allerdings müssen die von den Kassen ab 1. Januar erhobenen Zusatzbeiträge von den Arbeitnehmern allein getragen werden. So geht man davon aus, dass die finanziellen Entlastungen der Mitglieder der gesetzlichen Kassen nur kurzfristig sein werden.

Experten erwarten schon länger einen Beitragsanstieg
Höhere Beiträge werden bereits länger von Experten erwartet. Sowohl die Barmer GEK als auch der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, erwarten einen zügigen Anstieg der Beiträge in den nächsten Jahren. Nach Aussagen von Baas hätten die Kassen für 2015 noch auf finanzielle Polster zurückgreifen können und so die Zusatzbeiträge im Rahmen halten können, doch diese könnten bald aufgebraucht sein und somit zu einem Anstieg der Zusatzbeiträge führen.

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